Politik
Polizisten bringen in Leipzig abgelehnte Asylbewerber zum Flughafen. Die Regierung will die Zahl der freiwilligen Ausreisen erhöhen.
Polizisten bringen in Leipzig abgelehnte Asylbewerber zum Flughafen. Die Regierung will die Zahl der freiwilligen Ausreisen erhöhen.(Foto: picture alliance / dpa)
Freitag, 24. Februar 2017

Beratung für Rückkehrer: Amt schaltet Hotline für Ausreisewillige

Flüchtlinge, die freiwillig wieder in ihre Heimat zurückkehren wollen, sollen mehr Beratung bekommen. Das Bamf will den Ausreisewilligen nun auch per Telefon helfen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat eine Hotline für an eine freiwillige Rückkehr in ihr Heimatland denkende Flüchtlinge eingerichtet. Ab sofort können Rückkehrinteressierte, aber auch Behörden und Ehrenamtliche ihre Fragen zur freiwilligen Rückkehr auf diesem Wege klären lassen, teilte das Bamf mit. Eine mehrmonatige Pilotphase mit knapp 400 Anrufern seit Oktober sei erfolgreich abgeschlossen worden.

Die neue Rückkehrhotline biete allen Menschen, die sich mit der freiwilligen Rückkehr auseinandersetzen, einen direkten Draht zu kompetenten Ansprechpartnern. Die bestehenden Beratungsstrukturen der Länder würden effektiv ergänzt, erklärte Bamf-Vizepräsidentin Uta Dauke. Insbesondere für Menschen aus ländlichen Regionen ohne Beratungsstelle in der Nähe sei dies ein einfacher Weg.

Die Ansprechpartner informierten über Rückkehr- und Reintegrationsprogramme sowie über das im Februar gestartete Bundesprogramm "StarthilfePlus", für das 40 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Im vergangenen Jahr gab es rund 54.000 freiwillige Ausreisen. Der Bund will diese Zahl noch steigern.

Die Hotline ist unter der zentralen Nummer des Bamf zu erreichen (0911-943-0) und bietet den Service auf Englisch und Deutsch.

Quelle: n-tv.de