Politik

Erste Rede seit einem halben Jahr Assad stachelt seine Anhänger an

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Baschar al-Assad bei seiner ersten öffentlichen Rede seit Monaten.

(Foto: REUTERS)

Sein Land ist im Chaos versunken, Zehntausende Syrer sind gestorben. In der ersten öffentlichen Rede seit Monaten zeigt Machthaber Assad aber nicht den Hauch von Verhandlungsbereitschaft. Einen Dialog werde es nicht geben, sagt er.

Syriens Präsident Baschar al-Assad hat zur vollständigen nationalen Mobilisierung aufgerufen, um den Aufstand gegen ihn niederzuschlagen. In seinem ersten öffentlichen Auftritt seit November bezeichnete Assad die Rebellen als Al-Kaida-Terroristen.

"Das Leiden ist über das gesamte Land gekommen", sagte der Präsident. "Es gibt keinen Raum mehr für Freude, es fehlen Sicherheit und Stabilität auf den Straßen." Die Nation gehöre allen und müsse von allen geschützt werden. Einen Dialog mit einer Marionette des Westens werde es nicht geben, sagte Assad. "Es ist ein Konflikt zwischen dem Volk auf der einen Seite und Killern und Kriminellen auf der anderen Seite." Es stünden sich nicht seine Regierung und die Opposition gegenüber, "sondern das Vaterland und seine Feinde, das Volk und seine Mörder"

Zwar strebe er einen "nationalen Dialog" an, so Assad. Nur habe er bislang für die Umsetzung einer friedlichen Lösung keinen "Partner" gefunden. Der syrische Machthaber zeigte sich kämpferisch und machte unmissverständlich klar, dass er sein Amt nicht aufgeben wird.

Assad dankte den Verbündeten Russland, China und Iran dafür, dass sie die ausländische Einmischung in Syrien zurückgewiesen hätten. Der Präsident forderte den Westen und Arabische Staaten auf, ihre Hilfe für die Aufständischen einzustellen und sich aus einer politischen Lösung in Syrien herauszuhalten.

In dem seit März 2011 andauernden Aufstand gegen Assad sind nach UN-Schätzungen mehr als 60.000 Menschen getötet worden. Die Rebellen kontrollieren mittlerweile große Teile des Landes und sind bis an die Tore der Hauptstadt herangerückt. Die Aufständischen rekrutieren sich überwiegend aus der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit. Assad gehört der den Schiiten verwandten Gruppe der Alawiten an.

Quelle: ntv.de, rts/dpa/AFP

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