Politik

Nachwahl in Montana Attacke schadet Republikaner nicht

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Greg Gianforte wird künftig häufiger unterwegs sein. Seine Frau Susan ahnt es wohl.

(Foto: REUTERS)

Weil ihm die Frage eines Reporters nicht passte, packte er diesen am Hals und drückte ihn zu Boden. Doch die Wähler im US-Staat Montana zürnen ihm nicht. Vielmehr schicken sie Greg Gianforte in den Kongress.

Trotz eines Skandals um Handgreiflichkeiten gegen einen Reporter hat der Republikaner Greg Gianforte die Nachwahl um ein Mandat im US-Kongress nach eigenen Angaben gewonnen. Gianforte setzte sich im US-Staat Montana mit 50 Prozent der Stimmen gegen seinen Konkurrenten Rob Quist durch. Er tritt damit die Nachfolge von Ryan Zinke an, der von US-Präsident Donald Trump zum Innenminister berufen worden war. 

Nach der Erklärung des Wahlsiegs entschuldigte sich Gianforte bei seinen Anhängern für den tätlichen Angriff auf den Journalisten. "Das bin nicht ich und das ist nicht die Art, wie ich diesen Staat führen werde", sagte er. "Ihr verdient einen Abgeordneten, der dem Rampenlicht fernbleibt und einfach seinen Job macht."

Der republikanische Vorsitzende des US-Abgeordnetenhauses, Paul Ryan, hatte seinen Parteifreund zuvor dazu aufgerufen, sich zu entschuldigen. "So etwas sollte nicht passieren", sagte Ryan. Gianforte soll den Reporter der britischen Zeitung "The Guardian" aus Verärgerung über eine Frage am Hals gepackt und zu Boden geschleudert haben. Eine Reporterin des konservativen Senders Fox News hatte ihren Kollegen in Schutz genommen, der "keinerlei Aggression" gezeigt habe. Gianforte hatte es zunächst so aussehen lassen, als sei die Aggression von dem Reporter ausgegangen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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