Politik

Viele Tote bei Anschlag in Wolgograd Attentäter jagt Nagelbombe in die Luft

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Das Attentat hinterlässt am Wolgograder Bahnhof viel Chaos und Leichen.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

In sechs Wochen beginnen die Olympischen Winterspiele, da wird Russland von einem Anschlag erschüttert. Ein Terrorist sprengt sich im Bahnhof von Wolgograd in die Luft. 16 Menschen kommen ums Leben.

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Bilder einer Überwachungskamera zeigen den Moment der Explosion.

(Foto: Reuters)

Bei der Explosion eines Sprengsatzes im Süden Russlands sind 16 Menschen ums Leben gekommen. Im Bahnhof der Millionenstadt Wolgograd zündete ein Attentäter eine mit Nägeln und Schrauben gefüllten Bombe inmitten einer Menschenmenge. Dabei kam auch der Täter ums Leben.

Es war der dritte tödliche Anschlag in der Region Südrussland in den vergangenen Wochen. Der tschetschenische Islamistenführer Doku Umarow hatte im Sommer zu Attentaten aufgerufen, um die Olympischen Spiele zu stören. Wolgograd liegt etwa 700 Kilometer von Sotschi entfernt. Zuerst waren die Ermittler von einem terroristischen Anschlag einer Selbstmordattentäterin ausgegangen.

"Die Explosion war gewaltig", sagte die Augenzeugin Valentina Petritschenko dem Sender Westi 24. Viele Menschen seien in Panik losgerannt, andere seien durch die Wucht der Detonation zurückgeschleudert worden. Auf den Bildern einer Überwachungskamera war ein großer Feuerball und eine Explosion zu sehen, die das dreistöckige Gebäude erschütterte.

Terroristen haben Olympia im Visier

Erst im Oktober hatte eine Selbstmordattentäterin in der Millionenstadt an der Wolga sechs Passagiere eines Busses mit in den Tod gerissen. Als Attentäterin hatten die Behörden eine sogenannte Schwarze Witwe ausgemacht, die Frau eines radikalislamischen Extremisten aus der russischen Teilrepublik Dagestan im Kaukasus. Am Freitagabend hatte die Explosion einer Autobombe vor einer Polizeistation im Kurort Pjatigorsk im Nordkaukasus drei Menschen getötet.

Russland erhielt nach dem Anschlag unterstützende Worte von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Er bezeichnete den Vorfall als einen "barbarischen Akt" und sagte: "Die Nato und Russland stehen zusammen im Kampf gegen Terrorismus, auch, indem sie gemeinsam an der Technik arbeiten, die Attacken auf öffentliche Verkehrsmittel verhindert."

Quelle: ntv.de, jtw/sba/dpa/AFP