Politik

Krawatten, Schlösser, Bunga Bunga Berlusconi verprasst Millionen

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Berlusconi lässt es sich gutgehen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Zuge der Ermittlungen über sein Sex-Leben kommen brisante Details ans Licht über Italiens Regierungschef Berlusconi. Zum Beispiel, was er so mit seinem Geld macht. 34 Millionen Euro ließ Berlusconi letztes Jahr springen. Für Krawatten, Häuser, Kunst - und die Anbahnung von Bunga Bunga.

Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi hat laut einem Zeitungsbericht vergangenes Jahr mehr als ein Dutzend junger Frauen mit Geschenken im Wert von einer halben Million Euro überhäuft. 2010 habe Berlusconi 562.000 Euro für 14 junge Frauen ausgegeben, berichtete die Zeitung "Corriere della Sera" unter Berufung auf eine Kontoprüfung im Rahmen der Ermittlungen gegen den Regierungschef wegen der Sexaffäre um die damals minderjährige Marokkanerin Karima El Mahroug alias Ruby. Insgesamt gab Berlusconi den Angaben zufolge vergangenes Jahr 34 Millionen Euro aus, davon mehrere Millionen Euro für Luxusgüter.

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Frauen sind ein wesentlicher Kostenfaktor für den Politiker. Hier Ruby, sein jüngster Skandal.

(Foto: AP)

Der Ministerpräsident habe allein 120.000 Euro für Krawatten und andere Accessoires ausgegeben. 65.000 Euro flossen in Schmuck-Käufe. Außerdem soll Berlusconi für 675.000 Euro ein Schloss in der Nähe des schicken italienischen Urlaubsort Portofino gemietet und 900.000 Euro für Gas- und Stromrechnungen für sein Anwesen auf der als Steuerparadies bekannten Karibikinsel Antigua berappt haben. Weitere 650.000 Euro gab der 74-Jährige dem Bericht zufolge in Antiquitätengeschäften und Kunstgalerien aus.

Der Multimillionär ist auch nicht knausrig gegenüber anderen. Ein Hochzeitsgeschenk für eine seiner Sekretärinnen ließ er sich laut "Corriere della Sera" 40.000 Euro kosten. 20.000 Euro seien an die Mutter von Noemi Letizia gegangen. Das Erscheinen von Italiens Regierungschef bei Noemis 18. Geburtstag hatte für Berlusconis zweite Ehefrau Veronica Lario 2009 das Fass zum Überlaufen gebracht. Nachdem in der italienischen Presse kolportiert worden war, Noemi Letizia sei mehr als eine unschuldige Freundschaft Berlusconis gewesen, reichte Lario die Scheidung ein.

Berlusconis Anwalt Niccolo Ghedini kritisierte die Veröffentlichung der Ausgaben als "eine klare Verletzung der Privatsphäre". Zudem bestritt er, wie aufgelistet, vergangenes Jahr 441.000 Euro von Berlusconi erhalten zu haben.

Quelle: ntv.de, AFP

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