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Haus am Rande der Stadt Bin Laden lebte komfortabel

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Hier lebte Osama bin Laden mit mehreren Familienmitgliedern.

(Foto: dpa)

Der letzte Aufenthaltsort des Terroristenführers Osama bin Laden war keine Höhle oder ein Erdloch, sondern ein eher komfortables Wohnhaus. Das Anwesen stehe nur wenige hundert Meter von der pakistanischen Militärakademie in der Garnisonsstadt Abbottabad entfernt, berichten britische Medien. Bin Laden hielt sich auf dem einen Hektar großen Grundstück hinter zehn Meter hohen Sicherheitsmauern verschanzt.

Das Hauptgebäude umfasst drei Stockwerke, hat nur wenige Fenster und ist nach Schätzungen eine Million Dollar wert, sehr viel nach pakistanischen Maßstäben. Das Haus soll sechs Jahre alt sein, möglicherweise wurde es eigens für Bin Laden gebaut. Die Schutzvorkehrungen sind enorm, bis zu fünfeinhalb Meter hohe Mauern mit Stacheldraht umgeben das Anwesen. Zugang gibt es nur durch zwei bewachte Tore. Die Einwohner verbrennen ihre Abfälle - vermutlich weil sie keine Spuren hinterlassen wollen.

Abbottabad wurde 1840 als britische Garnison gegründet, so benannt nach dem britischen Major James Abott. 2005 wurden die älteren Teile der Stadt durch ein schweres Erdbeben zerstört. Touristen starten von Abbottabad zu Touren durch die Berge des Karakorum.

Die pakistanische Armee hat in dem rund 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Islamabad gelegenen Ort mehrere tausend Sicherheitskräfte stationiert. Abbottabad, nahe der unruhigen Nordwest-Provinz an der afghanischen Grenze, gilt auch als Ruhesitz vieler pensionierter Offiziere. Bin Ladens Entdeckung dort wirft neue Fragen auf über mögliche Verbindungen von Teilen der pakistanischen Sicherheitskräfte zum Terrornetz Al-Kaida.

Quelle: n-tv.de, dpa

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