Politik

US-Geheimdienst deckt auf Biowaffenfabrik in Irak

Der US-Geheimdienst hat nach einem Zeitungsbericht in der vergangenen Woche Aktivität auf dem Gelände einer irakischen Fabrik ausgemacht, die biologische Waffen produzieren soll. "Ein Konvoi von rund 60 Lastwagen wurde von einem US-Spionagesatelliten auf dem Gelände einer Fabrik fotografiert, die als Fabrik für biologische Waffen bekannt ist", zitierte die "Washington Post" Geheimdienstkreise.

Die Fabrik mit 85 Beschäftigten liege bei Tadschi knapp zehn Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bagdad, berichtete die "Washington Post". Anfang des Monats hatte die Zeitung berichtet, der US-Geheimdienst suche nach einem nördlich der Hauptstadt Bagdad gelegenen Labor, in dem vermutlich Biowaffen entwickelt würden. Unter Berufung auf Vertreter der US-Regierung hieß es, in der Fabrik werde möglicherweise eine Variante des tödlichen Ebola-Virus entwickelt, die als Waffe eingesetzt werden könne.

Attentat auf Saddam-Sohn?

Der jüngere Sohn des irakischen Präsidenten Saddam Hussein, Kusai, ist nach Angaben des Irakischen Nationalkongresses (INC) bei einem Attentatsversuch vor zwei Wochen am Arm verletzt worden. Die in London ansässige Exil-Oppositionsgruppe berichtete, zwei Regimegegnern sei es bereits am 1. August gelungen, mit einem Auto in einen Konvoi von Kusais Sicherheitsleuten einzudringen und mit einer Maschinenpistole auf Kusai zu schießen.

An einer Straßensperre sei das Fahrzeug der Täter danach unter Beschuss geraten und explodiert. Die Attentäter seien in ihrem Auto verbrannt. Die arabische Zeitung "Al-Sharq al-Awsat" berichtete am Mittwoch, bislang gebe es keine unabhängige Bestätigung für den Vorfall.

Der INC gehört zu den sechs irakischen Oppositionsgruppen, die am vergangenen Wochenende von der US-Regierung zu Gesprächen nach Washington eingeladen worden waren. Kusai hat im irakischen Partei- und Staatsapparat mehrere wichtige Positionen inne und wird von Saddam Hussein angeblich als Nachfolger aufgebaut.

Quelle: ntv.de