Politik

Nach dem Wahldebakel Bremer FDP-Spitze tritt ab

Nach dem FDP-Debakel bei der Bremer Bürgerschaftswahl nimmt der Landesvorstand geschlossen seinen Hut. Laut dem vorläufigem Ergebnis ist die FDP mit 2,4 Prozent der Stimmen nicht mehr in der Bürgerschaft vertreten.

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Auch Oliver Möllenstädt will nicht mehr weitermachen.

(Foto: dpa)

Nach dem schwachen Abschneiden der FDP bei der Bremer Bürgerschaftswahl ist der gesamte Landesvorstand der Bremer FDP zurückgetreten. Bis zum Landesparteitag am 18. Juni bleibe der Vorstand "kommissarisch im Amt", sagte ein Sprecher der Bremer Liberalen. Damit nimmt auch der bisherige Landeschef und Spitzenkandidat der Bürgerschaftswahl, Oliver Möllenstädt, seinen Hut.

Der Vorstand übernehme die Verantwortung für die Wahlschlappe, sagte der Sprecher. Die FDP ist nach einem erheblichen Stimmenverlust nicht mehr in der Bürgerschaft vertreten.

Bremen zählt weiter

Derweil, hält die komplizierte Auszählung der Stimmen an. Nach einer Hochrechnung vom Dienstag lag die SPD nach Angaben der Landeswahlleitung als stärkste Partei bei 38,6 Prozent (+1,9 Prozent). Die Grünen lagen weiterhin mit 22,5 Prozent (+6) vor der CDU mit 20,5 Prozent (-5,1). Die Linke erzielt danach 5,6 Prozent (-2,8), und die FDP ist mit 2,4 Prozent (-3,6) nicht mehr im künftigen Landtag vertreten.

Die Wählervereinigung "Bürger in Wut" erreichte wegen des besonderen Wahlrechts im kleinsten Bundesland über ihr Ergebnis in Bremerhaven ein Mandat. Die Hochrechnung basiert auf 100 Prozent der ausgezählten Stimmzettel in Bremerhaven und 43 Prozent in Bremen.

Quelle: ntv.de, dpa