Politik

Iranischer Bericht Briten geben Tanker wohl bald frei

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Die "Grace 1" liegt seit sechs Wochen vor Gibraltar.

(Foto: REUTERS)

Vor sechs Wochen setzen die Behörden in Gibraltar einen iranischen Tanker fest. Teheran revanchiert sich und verweigert einem britischen Schiff die Weiterfahrt in der Straße von Hormus. Nun könnte sich dieser Konflikt entspannen.

Knapp sechs Wochen nach der Festsetzung eines iranischen Öltankers durch Großbritannien zeichnet sich eine Entspannung ab. Der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge sollte das Schiff bis zum Abend freigegeben werden. Die halbamtliche Agentur berief sich auf Informationen der Behörden der britischen Exklave Gibraltar. Vor deren Küste war das Tankschiff "Grace 1" von der britischen Marine am 4. Juli gestoppt worden und wird seitdem festgehalten.

Ein Sprecher der Regierung Gibraltars betonte Bemühungen um eine Deeskalation in der Angelegenheit. Seinen Worten zufolge läuft die Festsetzungsanordnung am Samstag aus. Auch der Vizechef der iranischen Hafen- und Seefahrtsbehörde, Dschalil Eslami, sprach laut der Nachrichtenagentur Irna von einem Interesse der Briten, den Streit zu entschärfen. "Wir hoffen, dass die Freigabe bald erfolgen wird", sagte er. Die Briten seien an einer baldigen Freigabe der "Grace 1" interessiert, nachdem einige Dokumente zugunsten des beschlagnahmten Schiffes ausgetauscht worden seien, sagte er weiter. Die Vorwürfe der britischen Regierung seien gegenstandslos.

Nach Darstellung Großbritanniens sollte der Tanker Öl nach Syrien liefern und hätte damit gegen EU-Sanktionen verstoßen. Der Iran bestreitet die Vorwürfe. Er setzte als Vergeltung zwei Wochen später einen britischen Tanker in der Straße von Hormus wegen angeblicher Verstöße gegen das Seerecht fest. Die Vorfälle haben die Spannungen im Iran-Konflikt und in der Golf-Region verstärkt.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts/DJ

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