Politik

Mord an Hamas-Funktionär Bundesanwaltschaft ermittelt

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Der Leichnam Mahmud al-Mabhuhs, aufgebahrt in einer Klinik in Damaskus.

(Foto: dpa)

Nach der Staatsanwaltschaft in Köln beschäftigt der Mord an einem Hamas-Funktionär in Dubai jetzt auch die Bundesanwaltschaft. "Wir haben ein originäres Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit und der mittelbaren Falschbeurkundung", sagte ein Sprecher der Karlsruher Behörde. Damit bestätigte er einen Bericht des "Focus". Hintergrund der Ermittlungen in Deutschland ist, dass einer der mutmaßlichen Mossad-Agenten einen deutschen Pass verwendet haben soll. Der Mord selbst sei nicht Gegenstand der Ermittlungen.

Die Polizei von Dubai verdächtigt insgesamt 26 Männer und Frauen, das ranghohe Mitglied der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas, Mahmud al-Mabhuh, am 19. Januar in einem Luxushotel getötet zu haben. Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben mit 99-prozentiger Sicherheit davon aus, dass der israelische Geheimdienst Mossad dahinter steckt. Man habe inzwischen DNA-Material sichergestellt, berichtete Polizeichef Dhahi Chalfan .Am Tatort in einem Luxushotel in Dubai seien Spuren "eines Täters" und Fingerabdrücke von mehreren Verdächtigen gefunden worden. Diese Spuren ermöglichten es den Ermittlern, die Mörder Mabhuhs "mit 100-prozentiger Sicherheit" zu identifizieren.

Quelle: ntv.de, AFP/dpa

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