Politik

Krisen früh erkennen Bundeswehr setzt auf Künstliche Intelligenz

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(Foto: imago/Markus Heine)

Kriege brechen nicht aus heiterem Himmel aus. Und doch tun sich Sicherheitsexperten schwer, gefährliche Lagen rechtzeitig als solche einzuordnen. Die Bundeswehr will per IT massenhaft Daten durchforsten, um ein Früherkennungssystem zu etablieren.

Die Bundeswehr will nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" künftig mit Hilfe künstlicher Intelligenz große Datenmengen analysieren, um Krisen und Kriege vorherzusagen. Dafür sollten maschinell analysierte Daten auch mit geheimen Informationen kombiniert werden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken.

Darin heiße es: "Es ist geplant, dass die Studie "IT-Unterstützung Krisenfrüherkennung" strukturierte und unstrukturierte Daten aus öffentlichen, offenen und als Verschlusssachen eingestuften Quellen berücksichtigen soll." In einem Test würden nicht nur öffentliche Quellen im Internet sowie spezielle militärische und wirtschaftliche Datenbanken ausgewertet, sondern die Informationen aus diesen Quellen auch mit staatlichen Geheimberichten abgeglichen.

Nach der Auswertung sollen aber weiterhin Menschen die Ergebnisse prüfen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der "SZ": "Dazu nutzt der Analyst sein Fachwissen und die ihm zur Verfügung stehenden Methoden." Dazu gehört auch der Zugriff auf Verschlusssachen.

Zusätzliche Informationen über Anzeichen von Krisen erhält die Bundeswehr nach eigenen Angaben aus "internen Berichten unserer Militärattachés vor Ort oder durch Aufklärungsprodukte des militärischen Nachrichtenwesens". Das Projekt "Preview" läuft dem Ministerium zufolge seit Anfang März; 80 Datenbanken mit Millionen von Einzelinformationen werden für Software analysierbar gemacht. Aus der Kombination der Daten sollen demnach via künstlicher Intelligenz Modelle mögliche Krisen berechnen und diese grafisch darstellen.

Quelle: ntv.de, ino/dpa