Politik

AfD legt zuCDU fällt in NRW unter 30 Prozent - Schwarz-Grün mit Mehrheit

23.09.2026, 16:03 Uhr
00:00 / 03:22
605814320
Über die Zusammensetzung des Düsseldorfer Landtags stimmen die Menschen im April ab. (Foto: picture alliance / Peter Schickert)

Ende April wird in NRW ein neuer Landtag gewählt. Die regierende schwarz-grüne Koalition kann derzeit mit einer Mehrheit rechnen. Ganz anders hingegen fiele das Ergebnis im bevölkerungsreichsten Bundesland aus, wenn die Wähler über den Bundestag abstimmen würden.

Sieben Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liegt die regierende CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst trotz Verlusten laut einer Umfrage weiter vor allen anderen Parteien. In der Erhebung des Instituts Forsa für den "Kölner Stadt-Anzeiger" kommen die Christdemokraten auf 29 Prozent. Im Vergleich zu einer vorangegangenen Forsa-Befragung vom April verlieren sie damit drei Punkte.

Den zweiten Platz belegt mit 22 Prozent erneut die AfD, die zwei Punkte hinzugewinnt. Die mitregierenden Grünen erreichen bei einem Plus von einem Punkt 18 Prozent und damit Rang drei vor der SPD, die bei 14 Prozent verharrt. Als fünfte Partei würde die Linke mit acht Prozent bei einem Zugewinn von zwei Punkten den Einzug in den Düsseldorfer Landtag schaffen. Die FDP würde mit unverändert drei Prozent hingegen aus dem Landesparlament ausscheiden.

Die derzeitige Koalition aus CDU und Grünen hätte damit weiter eine Mehrheit. Andere Zweierbündnisse ohne die AfD wären nicht möglich. Gewählt wird am 25. April 2027. Die Wahl von 2022 gewann die CDU mit 35,7 Prozent vor der SPD mit 26,7 Prozent. Die Grünen erreichten damals 18,2 Prozent. In den Landtag zogen außerdem die FDP mit 5,9 Prozent und die AfD mit 5,4 Prozent ein.

Die Meinungsforscher haben auch das Wahlverhalten der Menschen in Nordrhein-Westfalen abgefragt, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Dort sehen die Ergebnisse deutlich anders aus: Die AfD wäre mit 24 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der CDU mit 22 Prozent und den Grünen mit 18 Prozent. Die SPD würde mit 14 Prozent knapp vor der Linken (12 Prozent) liegen. Der FDP würden noch 3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme geben.

Dass die CDU in Nordrhein-Westfalen bei einer Bundestagswahl so viel schlechter abschneiden würde als bei einer Landtagswahl, führt Forsa-Gründer Manfred Güllner im "Kölner Stadt-Anzeiger" vor allem auf die Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz zurück. Mit dem Politiker aus dem Sauerland sind der Erhebung zufolge nur noch 11 Prozent der NRW-Wähler zufrieden, 87 Prozent äußerten sich hingegen unzufrieden.

Befragt wurden den Angaben zufolge vom 7. September bis Freitag, den 18. September 1030 Wahlberechtigte in Nordrhein-Westfalen.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP/dpa

Landtagswahlen Nordrhein-WestfalenCDUAfDBündnis 90/Die GrünenDie LinkeHendrik WüstSPDGrün-Schwarz