Politik

Millionen Computer betroffen China meldet Stuxnet-Attacke

Nach dem Iran soll nun auch China Opfer des Computerwurms Stuxnet sein. Millionen Rechner seien betroffen, ganze Industrieanlagen sollen bedroht sein. Einmal mehr steht dabei die deutsche Firma Siemens im Mittelpunkt.

17185380.jpg

Zugriff durch das Netz? Wie Stuxnet die Rechner angreift, ist bislang nicht ganz klar.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach dem Iran hat sich der Computerwurm Stuxnet angeblich auch massiv in China verbreitet. Das Virus habe sechs Millionen Computer und fast tausend Firmenrechner infiziert, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Anti-Virus-Firma Rising International Software.

"Wenn Stuxnet erfolgreich in Werkscomputer in China eindringt, könnten diese Industrieanlagen zusammenbrechen", warnte ein Rising-Ingenieur in der englischsprachigen Zeitung "Global Times". Yu Xiaoqiu, ein Experte des China Information Technology Security Evaluation Centre, sah aber keine unmittelbare Gefahr. "Bisher sehen wir keinen schwerwiegenden Schaden durch das Virus.".

Angriff auf Kontrollsysteme

Stuxnet wird gefürchtet, weil er in Rechner zur Steuerung von Industrieanlagen des deutschen Herstellers Siemens eindringt. Ein Angreifer kann dadurch die Kontrolle über zentrale Systeme etwa von Kraftwerken, Pipelines oder Fabriken übernehmen und die Anlagen im schlimmsten Fall zerstören.

Der Stuxnet-Wurm war erstmals im Juni aufgetaucht und wurde unter anderem auf Siemens-Systemen in Indien, Indonesien, Pakistan und anderen Ländern gefunden. Besonders stark ist offenbar der Iran betroffen. Die iranische Presse sprach bereits von einem "elektronischen Krieg" gegen das Land, das international wegen seines Atomprogramms unter Druck steht.

Quelle: n-tv.de, AFP

Mehr zum Thema