Politik

Bereits 20 Atomsprengköpfe? China warnt vor Nordkoreas Atomarsenal

Kein Land hat so viel Einblick in die Verhältnisse des abgeschotteten Nordkorea wie China. Deshalb sind die Angaben, die Peking zur möglichen Größe des Atomarsenals des Nachbarlandes macht, besonders besorgniserregend.

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Offizielle Fotos zeigen Nordkoreas Staatsführer Kim Jong-Un beim Besuch eines neuen Waisenhauses.

(Foto: REUTERS)

Chinesische Atomexperten sind einem US-Zeitungsbericht zufolge der Ansicht, dass Nordkorea bereits über 20 Atomsprengköpfe verfügen könnte. Diese Zahl könnte nach ihrer Einschätzung angesichts Pjöngjangs Fähigkeit zur Urananreicherung bis zum kommenden Jahr verdoppelt werden, berichtete das "Wall Street Journal". Nordkorea könne demnach im Land offenbar mehr Uran anreichern, als bisher angenommen.

Die Einschätzung sollen die chinesischen Atomexperten bei einem Treffen mit US-Kollegen hinter verschlossenen Türen im Februar geäußert haben. Die Schätzungen liegen erheblich höher als die bisher von China geäußerten. Das Land gilt als engster Verbündeter des ansonsten streng abgeschotteten Nordkorea.

Der an dem Treffen beteiligte US-Atomexperte für Nordkorea, Siegfried Hecker, sagte der Zeitung, je größer Nordkoreas Nukleararsenal sei, desto schwieriger werde es, Pjöngjang zur Abrüstung zu bewegen.

US-Forscher hatten unlängst davor gewarnt, dass Nordkorea in den kommenden fünf Jahren sein Atomprogramm ausweiten und bis zum Jahr 2020 über mehr als hundert Atomsprengköpfe verfügen könnte. Nordkorea nahm nach eigenen Angaben in den Jahren 2006, 2009 und 2013 Atomtests vor.

Quelle: ntv.de, mli/AFP

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