Politik

"Unfassbare Gräueltaten" Christen werden weltweit verfolgt

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Die Top 10 der Staaten, in denen Christen Repressalien und Gewalt fürchten müssen.

Kirchen werden angezündet, Angehörige christlicher Gemeinden umgebracht, Familien für den Besitz der Bibel ins Arbeitslager gesteckt. Im "Weltverfolgungsindex" führt das Hilfswerk Open Doors die krassesten Fälle auf.

Staatliche Repressionen in Nordkorea, gezielte Morde in Syrien und religiöse Diskriminierung in dutzenden weiteren Ländern: Mit dem Weltverfolgungsindex 2014 macht das Christliche Hilfswerk Open Doors auf die Verfolgung von Glaubensbrüdern in mehr als 50 Staaten der Erde aufmerksam. Der Index ist gerade veröffentlicht worden.

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Der koptische Bischof Macarius geht im August 2013 durch eine zerstörte Kirche im ägyptischen Minya.

(Foto: REUTERS)

Nordkorea belegt Platz eins in der Ra ngliste. Danach führt das kommunistische Land zum zwölften Mal in Folge die Liste der 50 Staaten an, in denen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Dort wird den Angaben zufolge bereits der Besitz einer Bibel mit Todesstrafe oder Arbeitslager für die ganze Familie geahndet.

Auf den Plätzen zwei bis neun folgen Staaten, in denen vor allem islamistische Extremisten die Religionsfreiheit mit Gewalt unterbinden, darunter Somalia (Platz 2), Syrien (3), Irak (4) und Afghanistan (5).

Auch Pakistan und Ägypten gefährlich

Europäische Staaten und benachbarte Länder sind nicht dabei. Besonders zugenommen habe die weltweite Christenverfolgung durch Islamisten in Afrika. Neu auf dem Index ist die Zentralafrikanische Republik auf Rang 16, weil das Hilfswerk dort einen "religiös motivierten Genozid" befürchtet.

Hervorgehoben werden auch Pakistan und Ägypten. Pakistan habe 2013 "den schlimmsten antichristlichen Terrorakt" seit der Staatsgründung 1947 erlebt und sei auf Platz acht vorgerückt. Ein Doppelattentat auf eine Kirche in Peschawar hatte Ende September 89 Gläubige getötet. Auch die ägyptischen Kopten hätten vergangenes Jahr "viel Gewalt, Hass und sogar ermordete Brüder und Schwestern zu beklagen" gehabt.

"Leider finden die unfassbaren Gräueltaten an Christen in der Öffentlichkeit noch viel zu wenig Beachtung", sagte der Leiter von Open Doors Deutschland, Markus Rode. Er appellierte an Kirchen und Politiker, den millionenfachen Menschenrechtsverletzungen entschiedener als bislang entgegenzutreten.

Die Autoren beschreiben den Weltverfolgungsindex als "einzige alljährlich durchgeführte systematische Untersuchung zur Religionsfreiheit von Christen weltweit". Das unabhängige und in seinen Ursprüngen evangelische Hilfswerk erhebt den Index seit 1997 und befragt dazu Mitarbeiter in 60 Ländern. Der Bericht bezieht sich auf den Zeitraum von November 2012 bis Oktober 2013.

Quelle: n-tv.de, nsc/dpa/AFP

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