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Razzien gegen G20-Randalierer "Der Arm der Justiz reicht bis Spanien"

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Am 7. Juli 2017 im Schanzenviertel in Hamburg.

(Foto: picture alliance / Markus Scholz)

In Spanien, der Schweiz, Frankreich und Italien ermittelt die Polizei wegen der Krawalle beim G20-Gipfel in Hamburg. Den Behörden geht es erklärtermaßen darum, potentielle Täter abzuschrecken.

Mit Polizeieinsätzen in vier europäischen Ländern hat die Hamburger Sonderkommission ihre Ermittlungen zur Gewalt um den G20-Gipfel ausgeweitet. In Spanien, Italien, Frankreich und der Schweiz seien Verdächtige befragt sowie Wohnungen und linke Szenetreffs durchsucht worden, teilte die Polizei mit.

Hamburgs Polizeipräsident Ralf Meyer sprach von einem "ersten wichtigen Schritt zur Ermittlung von Personen, die während des G20-Gipfels schwere Straftaten begingen". Von der grenzübergreifenden Aktion sollte nach Meyers Angaben ein Signal ausgehen: Die Gewalttäter müssten damit rechnen, dass "nicht alles im Dunkeln" bleibe, sagte der Polizeipräsident dem NDR. "Der Arm des Justizwesens reicht bis nach Italien, Frankreich, in die Schweiz oder nach Spanien."

In der spanischen Hauptstadt Madrid durchsuchten die Fahnder nach Angaben des dortigen Innenministeriums drei Gebäude, darunter zwei besetzte Häuser. Bei den Ermittlungen seien drei spanische Männer identifiziert worden, die am Rande des G20-Gipfels in Hamburg "beträchtliche Sachschäden" verursacht hätten und an "gewaltsamen Aktionen gegen Polizisten" beteiligt gewesen seien, erklärte das Ministerium in Madrid.

Im schweizerischen Kanton Aargau befragte die Staatsanwaltschaft einen 27-jährigen Verdächtigen, wie die Agentur SDA berichtete. Bei der Befragung des Schweizers seien zwei Polizeibeamte aus Hamburg dabei gewesen. Auf Bitten aus Hamburg seien in der Ortschaft Bremgarten zwei Liegenschaften durchsucht worden.

In Frankreich fahndeten Ermittler nach Angaben der Hamburger Polizei nach einem Tatverdächtigen, der an den Ausschreitungen auf der Elbchaussee beteiligt gewesen soll. Dort waren unter anderem zahlreiche Autos in Brand gesteckt worden.

In Italien durchsuchte die Polizei nach NDR-Informationen mehrere Objekte - unter ihnen die Wohnung eines Mannes, der bereits in Hamburg wegen eines Angriffs auf Polizeibeamte verurteilt worden war. Inzwischen gingen die Ermittler auch davon aus, dass er auch an den Krawallen auf der Elbchaussee beteiligt war.

Die Sonderkommission "Schwarzer Block" der Hamburger Polizei wertete nach Behördenangaben vor den Einsätzen Videos aus, welche die Verdächtigen mit den Krawallen an der Elbchaussee am Morgen des 7. Juli 2017 in Verbindung brachten. Mit dieser Methode sei die Polizei "durchaus in der Lage, einzelne Täter zu ermitteln", sagte Polizeichef Meyer. Dies werde eine "wichtige" Wirkung auf potentielle Täter haben. "Das ist die Botschaft, die hier von der gut funktionierenden europäischen Zusammenarbeit ausgeht."

Quelle: n-tv.de, hvo/AFP

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