Politik

Union in der Klemme Der Wähler türmt

Der Rücktritt von Hessens Ministerpräsident Roland Koch und Bundespräsident Horst Köhler, dazu der enorme Spardruck, die schwarz-gelbe Koalition kämpft heftig mit sich selbst und spürt das wieder einmal in der Wählergunst.

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Für die Kanzlerin wird die Krise zur Regel.

(Foto: dpa)

Bei den meisten Deutschen verliert die Bundesregierung weiter an Zustimmung. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 34 Prozent der Bürger CDU und CSU ihre Stimmen geben, sechs Prozent der FDP, ergab eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF. Das wäre für die Union, die abermals zwei Prozentpunkte verliert, in der Umfrage der schlechteste Wert seit Oktober 2006. Die FDP-Zahlen bleiben unverändert. 60 Prozent der Befragten sind zudem unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung.

Laut Umfrage befürchtet die Mehrheit der Bürger, dass sozial ungerechte Sparmaßnahmen bevorstehen. Am Wochenende kommt das schwarz-gelbe Bundeskabinett zu einer Sparklausur zusammen. 91 Prozent der Bürger lehnen Kürzungen im Bereich Rente ab, 86 Prozent in der Gesundheit und 84 Prozent bei der Familienförderung.

83 Prozent der Bürger lehnen eine erhöhte Mehrwertsteuer ab. Allerdings würden 76 Prozent die Erhöhung des Spitzensteuersatzes unterstützen und eben so viele eine Besteuerung auf den Wertpapierhandel befürworten.

Quelle: n-tv.de, dpa

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