Politik

Grün-Rot im Bund weiter vorn Deutsche gegen Steuersenkungen

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CDU-Chefin Angela Merkel und FDP-Chef Philipp Rösler verwirren zurzeit oft auch die eigenen Anhänger.

(Foto: REUTERS)

So richtig hat die Regierung im Moment kein Glück. Selbst wenn sie ihren Wählern ein Steuergeschenk machen will, sind diese nicht dankbar. Nur die wenigsten wollen Steuersenkungen, noch nicht einmal die FDP-Anhänger sind begeistert. Und immer noch liegt Grün-Rot in Umfragen knapp vor der Regierung.

Die lehnt die von der FDP geforderte Steuerentlastung ab. Dies ist das Ergebnis der wöchentlichen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und "Stern". Lediglich 19 Prozent sprachen sich für Steuersenkungen aus. 40 Prozent der Bürger fänden es besser, wenn der Staat die zusätzlichen Einnahmen aus der brummenden Konjunktur nutze, um die hohe zu bremsen beziehungsweise abzubauen. Ebenfalls 40 Prozent plädieren dafür, dieses Geld lieber zu investieren, etwa in die Infrastruktur oder die Bildung.

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Seit Jahren wiederholt die FDP ihr Steuersenkungsmantra.

(Foto: dpa)

Selbst von den FDP-Wählern halten nur 28 Prozent Steuersenkungen für richtig. Die Mehrheit der FDP-Anhänger wolle nicht Steuersenkungen, sondern dass Bürokratie abgebaut und das Steuersystem vereinfacht werde, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner.

Die schwarz-gelbe Koalition hat die eigentlich vor der Sommerpause über Art, Höhe und Zeitpunkt von Steuersenkungen auf Herbst verschoben.

Grüne nur noch knapp vor SPD

Die Grünen verlieren in der Gunst der Wähler leicht und liegen nach der  Forsa-Umfrage nur noch knapp vor der SPD. Zum dritten Mal in Folge büßen sie einen Punkt ein und sinken auf 24 Prozent. Dennoch liegen sie noch leicht vor der SPD, die bei 23 Prozent stagniert.

Auch der Wert für die Union bleibt stabil: bei 32 Prozent. Die FDP kann sich im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 5 Prozent verbessern. Die Linke hält sich bei 9 Prozent.

Damit hätte ein grün-rotes Bündnis mit zusammen 47 Prozent weiterhin eine knappe Mehrheit von einem Punkt gegenüber den anderen Parteien. Schwarz-Gelb käme auf 37 Prozent.

Quelle: ntv.de, dpa/rts

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