Politik

"Bürger in Bewegung" Deutschland bekommt sein Einheitsdenkmal

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15 Millionen Euro soll das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin kosten.

(Foto: picture alliance / Milla & Partn)

Erst Ja, dann Nein - jetzt wieder Ja. Das Denkmal zur Erinnerung an die Deutsche Einheit soll kommen. Vor dem Berliner Schloss.

Das umstrittene Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin soll nun doch gebaut werden. Der Bundestag forderte mit klarer Mehrheit, das seit Jahren geplante Projekt noch vor der Bundestagswahl im Herbst auf den Weg zu bringen. Auch die Grünen stimmten einem entsprechenden Antrag von Union und SPD zu, die Linken votierten dagegen.

Geplant ist eine große begehbare Waage vor dem Berliner Schloss. Sie soll an die Friedliche Revolution in der DDR und die Wiedergewinnung der Deutschen Einheit erinnern. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte das schon lange geplante Denkmal noch vor Baubeginn im vergangenen Jahr überraschend gestoppt, weil die absehbaren Kosten von 10 auf 15 Millionen Euro gestiegen waren. 

Mutige Deutsche

"Das Freiheits- und Einheitsdenkmal darf und wird nicht an der Finanzierung scheitern. Wir wollen bauen", sagte der CDU-Abgeordnete Marco Wanderwitz in der Debatte. Die SPD-Politikerin Hiltrud Lotze nannte den zwischenzeitlichen Stopp "richtig und wichtig". Die folgende Debatte habe deutlich gemacht, wie wichtig es sei, den Mut der Ostdeutschen zur Überwindung der SED-Diktatur zu würdigen. 

In ihrem Antrag forderten die Abgeordneten, die Bundestagsbeschlüsse zur Errichtung des Denkmals aus den Jahren 2007 und 2008 "konsequent" umzusetzen. Die Einweihung sei für den Herbst 2019 anzustreben - zum 30. Jahrestag des Mauerfalls. Die ursprünglich bewilligten Mittel von 10 Millionen Euro sollen gegebenenfalls aufgestockt werden.

Die Waage soll unter dem Motto "Bürger in Bewegung" am Ort des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals vor dem Berliner Schloss entstehen.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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