Politik

"Burning Barbara" Die Kippen-Attacke der neuen Ministerin

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Barbara Hendricks

(Foto: REUTERS)

Die SPD-Politikerin Barbara Hendricks ist eine der Überraschungen im neuen Kabinett. Noch überraschender ist eine Geschichte aus den 1980er Jahren, die nun von einer Zeitung ausgegraben wurde.

SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks hat zwar von 1991 bis 1994 im nordrhein-westfälischen Umweltministerium gearbeitet. Aber als Umweltpolitikerin ist sie bislang nicht in Erscheinung getreten. Dennoch soll sie im dritten Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel das Ressort Umwelt übernehmen - geschuldet wohl eher dem Gewicht der nordrhein-westfälischen SPD, die bei der Verteilung der Ministerposten berücksichtigt werden musste.

Hendricks, die von 1998 bis 2007 Finanz-Staatssekretärin war, ist damit eine der größten Überraschungen im neuen Kabinett. Eine noch größere Überraschung ist allerdings eine alte Geschichte, die von der "Welt" ausgegraben wurde: Hendricks soll einem CDU-Politiker mit einer Zigarette die Hand verbrannt haben.

Die bislang nicht öffentlich bekannte Geschichte trug sich der Zeitung zufolge Ende der 1980er Jahre in der Kantine des nordrhein-westfälischen Landtags zu. Dort habe sie sich eines Abends mit ihrem CDU-Kollegen Hartmut Schauerte über die SPD-Haushaltspolitik unterhalten; Hendricks war damals Sprecherin des NRW-Finanzministeriums.

Die "Welt" schreibt, plötzlich habe Hendricks, "offenbar wutentbrannt", eine Hand von Schauerte gepackt und ihre Zigarette auf seinem Handrücken ausgedrückt. "Ich war entsetzt, aber ich bin ruhig geblieben und habe von ihr eine Entschuldigung gefordert", sagt Schauerte dem Blatt. Am nächsten Tag habe sich Hendricks entschuldigt. Seither habe die SPD-Politikerin bei einigen Christdemokraten den Spitznamen "Burning Barbara".

Quelle: n-tv.de, hvo