Politik

Etwas mehr Normalität Direktflug Taipeh - Peking

China und Taiwan haben einen weiteren Schritt unternommen, um das seit Jahrzehnten geltende Verbot direkter Flüge abzuschaffen. Erstmals seit mehr als 50 Jahren flog am Sonntag ein taiwanisches Passagierflugzeug in die Volksrepublik und landete in Schanghai.

Die Boeing 747 der China Airlines kam aus Taipeh und landete nach einem Zwischenstopp in Hongkong in der chinesischen Hafenstadt. Noch am selben Tag flog sie mit 243 Passagieren und Besatzungsmitgliedern zurück nach Taiwan. Mit dem Charterflug erhielten taiwanische Geschäftsleute in Schanghai die Möglichkeit, zum chinesischen Neujahrsfest nach Hause zu reisen.

Taiwan hat mit dem Ende des Bürgerkrieges 1949 direkte Flüge in die Volksrepublik verboten - daher der Zwischenstopp in Hongkong, das noch als Sonderzone gilt. Bislang mussten die Passagiere dort das Flugzeug wechseln. Ohne das Umsteigen verkürzt sich die Flugzeit nach Schanghai nun um eine auf vier Stunden. Schanghais stellvertretender Bürgermeister, Han Zheng, sagte, so wie die taiwanischen Geschäftsleute in der Stadt hoffe auch er, dass es schon bald direkte Flüge geben werde.

China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, die kein Recht auf Eigenstaatlichkeit hat. Die Regierung in Peking hat immer wieder mit einer Militärinvasion gedroht, sollte sich Taiwan als unabhängiger Staat erklären. Beide Regierungen halten offiziell am Ziel einer Wiedervereinigung fest.

Quelle: ntv.de

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