Politik

Lieber England als Syrien Dschihadisten wollen zurück nach Hause

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Hat ihnen der Islamische Staat zu viel versprochen? Mehrere britische Dschihadisten wollen Syrien verlassen.

(Foto: AP)

Sie wollten für den Islamischen Staat und gegen das Assad-Regime kämpfen. Stattdessen mussten sie rivalisierenden Rebellengruppen entgegentreten. Desillusioniert wollen die Dschihadisten nicht länger in Syrien bleiben.

Eine Gruppe britischer Islamisten in Syrien will wieder nach Hause. Nach einem Bericht der "Times" haben die rund 30 jungen Männer um Wiederaufnahme in ihre Heimat gebeten. Ein Kämpfer habe im Namen der Gruppe mit einem auf Radikalisierung spezialisierten Forschungsinstitut des Londoner King's College Kontakt aufgenommen.

Die Männer seien nach Syrien gegangen, um für eine mit der Terrormiliz Islamischer Staat in Verbindung stehenden Gruppe gegen Machthaber Baschar al-Assad zu kämpfen. Stattdessen seien sie aber in Kämpfe mit rivalisierenden Gruppen verwickelt und hätten nun um Straffreiheit gebeten.

Der Direktor des Instituts, Peter Neumann, forderte in der "Times" ein nationales Programm zur Entradikalisierung ehemaliger Dschihadisten. "Diese Leute haben darüber gesprochen, auszusteigen. Sie fühlen sich aber, als säßen sie in der Falle, denn die Regierung spricht nur darüber sie für 30 Jahre einzusperren", zitiert "The Independent" Neumann.

Etwa 500 Briten sollen in Syrien und im Irak für islamistische Terroristen kämpfen, 20 von ihnen sind bereits gestorben. 260 britische Terroristen sollen zurückgekehrt sein, 40 von ihnen erwartet ein Strafverfahren. Das King's College äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht.

Quelle: ntv.de, ame/dpa

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