Politik

Ehemaliger Chefredakteur Dündar will Exil-"Cumhuriyet" gründen

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Lebt mittlerweile im deutschen Exil: Can Dündar

(Foto: picture alliance / dpa)

Hunderte türkische Journalisten sind nach den Säuberungsaktionen der türkischen Regierung in den vergangenen Monaten ohne Arbeit. Gemeinsam mit ihnen will der mittlerweile im Exil lebende Can Dündar über die Repressionen in der Türkei berichten.

Der frühere Chefredakteur der regierungskritischen türkischen Zeitung "Cumhuriyet", Can Dündar, will in Deutschland ein neues Medium gründen, um über die Lage in der Türkei zu informieren. "Es gibt hunderte türkische Journalisten, die aufgrund der jüngsten Repressionen ohne Arbeit sind", sagte Dündar am Dienstag. "Gemeinsam können wir etwas tun, um der Regierung zu zeigen, dass sie die Journalisten nicht daran hindern kann, Informationen zu verbreiten."

Dündar war im Mai 2015 nach der Veröffentlichung eines Artikels über Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes an die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien zu fünf Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Im Februar wurde er bis zum Berufungsverfahren auf freien Fuß gesetzt.

Im Juli verließ Dündar die Türkei und lebt seither in Deutschland. Am Montag, nach weiteren Verhaftungen von Journalisten in der Türkei, wurde er von Bundespräsident Joachim Gauck im Schloss Bellevue empfangen.

Quelle: n-tv.de, jve/AFP

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