Politik

Obamas Plan Ein Marine-Admiral soll NSA-Chef werden

Neue Besen kehren gut. Bei der NSA sollen sie nach den Späh-Enthüllungen des Whistleblowers Snowden vor allem für Ruhe sorgen. US-Präsident Obama will deshalb der NSA einen Chefwechsel verpassen.

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Marine-Vizeadmiral Michael Rogers

(Foto: REUTERS)

Der durch seine Spähaffären unter Druck geratene US-Auslandsgeheimdienst NSA bekommt bald eine neue Führung. US-Präsident Barack Obama nominierte den Marine-Vizeadmiral Michael Rogers zum Nachfolger von Amtsinhaber Keith Alexander, der wahrscheinlich im März oder April in den Ruhestand geht. Rogers soll wie Alexander zusätzlich zum NSA-Chefposten auch oberster Verantwortlicher des Militärs für Cyberangriffe werden. Diese Aufgabe bekleidet er bislang für die Marine. Die Personalie muss noch vom Senat bestätigt werden.

Die NSA wird von den Enthüllungen ihres früheren Mitarbeiters Edward Snowden erschüttert. Die Ausspähaktionen des Geheimdienstes haben auch unter Verbündeten der USA für massive Empörung gesorgt, insbesondere in Deutschland. Trotzdem wird nicht erwartet, dass Rogers umgehend tiefgreifende Änderungen vornehmen wird.

Verteidigungsminister Chuck Hagel sprach von einer kritischen Zeit für die NSA und verwies auf Reformpläne Obamas. Dieser hatte jüngst in einer Grundsatzrede angekündigt, die Staats- und Regierungschefs befreundeter Nationen würden von der NSA nicht mehr ausgespäht - es sei denn, es lägen "überzeugende Gründe der nationalen Sicherheit" dafür vor. Hagel ergänzte: "Ich bin auch zuversichtlich, dass Admiral Rogers die Weisheit besitzt, die Erfordernisse von Sicherheit, Datenschutz und Freiheit in unserem digitalen Zeitalter in ein Gleichgewicht zu bringen."

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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