Politik
Das weltgrößte soziale Netzwerk verstärkt den Kampf gegen Hasskommentare.
Das weltgrößte soziale Netzwerk verstärkt den Kampf gegen Hasskommentare.(Foto: REUTERS)
Mittwoch, 09. August 2017

Kampf gegen Hasskommentare: Facebook baut zweites Löschzentrum

Um gegen unangemessene Kommentare vorzugehen, stockt Facebook seine Kapazitäten auf. In Essen errichtet das Online-Netzwerk nun ein zweites Löschzentrum mit 500 Mitarbeitern, das von einem externen Unternehmen betrieben werden soll.

Facebook baut die Zahl seiner Mitarbeiter in Deutschland, die strafbare oder beleidigende Einträge entfernen, demnächst stark aus. Im Herbst werde in Essen ein zweites Löschzentrum mit 500 Mitarbeitern eingerichtet, teilte das weltgrößte Online-Netzwerk mit.

Am ersten Standort Berlin wird gerade die Zahl der Mitarbeiter, die für Facebook im Einsatz sind, auf 700 erhöht. Das neue Zentrum in Essen soll nicht wie in Berlin von der Bertelsmann-Dienstleistungsfirma Arvato betrieben werden, sondern vom europäischen Anbieter Competence Call Center.

Das vor Kurzem im Bundestag angenommene Netzwerkdurchsetzungsgesetz verpflichtet Internet-Plattformen, strafbare Hassrede schneller zu löschen. In klaren Fällen soll das binnen 24 Stunden passieren, bei weniger eindeutigen Sachverhalten innerhalb einer Woche.

Kritiker - auch aus der Internet-Branche - bemängeln unter anderem, dass damit die Unternehmen eine Deutungshoheit bekämen. Außerdem gebe es die Gefahr, dass mehr gelöscht werde als nötig, um vor nach dem Gesetz drohenden Geldstrafen sicher zu sein. Weltweit will Facebook die Zahl der Mitarbeiter, die Inhalte prüfen und löschen, von 4500 auf 7500 ausbauen.

Quelle: n-tv.de

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