Politik

Neonazis in Dortmund Fackelträger rufen rechte Parolen

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Neonazis stehen auf Fackeln.

(Foto: picture alliance / dpa)

Rund 40 Vermummte mit brennenden Fackeln haben vor einem Asylbewerberheim in Dortmund rechte Parolen skandiert. "Als wir an dem Heim ankamen, war keiner mehr da. Nur ein paar Fackeln lagen noch auf der Straße und dem Gehweg", sagte ein Sprecher der Polizei. In der Nähe des Heims wurden 13 Personen festgenommen. Sie müssen mit Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs rechnen. Verletzte gab es nicht.

Dortmund gilt als eine Hochburg von Rechtsextremen in Nordrhein-Westfalen. Zuletzt waren mehrere kritische Journalisten und Kommunalpolitiker aus der Stadt mit falschen Todesanzeigen bedroht worden. Darin standen Aussagen wie: "Wir freuen uns mitteilen zu können das Peter bald von uns geht." Oder: "Brenne JUDE Brenne!" Die Anzeigen erhielten Betroffenen laut WDR über Twitter oder Facebook. Sie seien auch über Accounts mit Namen wie "Jagd jetzt eröffnet" in sozialen Medien verbreitet worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall.

2012 war eine rechtsextreme Vereinigung mit dem Namen "Nationaler Widerstand Dortmund" von Nordrhein-Westfalen verboten worden. Teils waren die Anzeigen mit dem Namen dieser Gruppierung unterzeichnet worden.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa

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