Politik

Syrische Flüchtlinge sterben im Mittelmeer Flüchtlingsboot kentert vor Griechenland

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(Foto: AP)

Vor der griechischen Insel Lefkada kentert ein überladenes Flüchtlingboot. Zwölf Menschen sterben, darunter vier Kinder. Der Notruf an die Polizei wurde offenbar von den Passagieren selbst abgesetzt, als das Schiff in Schwierigkeiten geriet.

Bei einem Bootsunglück vor der griechischen Küste sind mindestens zwölf Flüchtlinge ums Leben gekommen. Weitere 15 Menschen überlebten nach Behördenangaben das Unglück vor der Insel Lefkada. Nach Angaben der Küstenwache kenterte das überladene knapp acht Meter lange Boot vermutlich kurz vor der Küste. Die Menschen mit einem Mobiltelefon hatten offenbar selbst bei der Polizei angerufen, als ihr Schiff in Schwierigkeiten geriet.

Unter den Toten sind den Berichten zufolge auch vier Kinder. Eine Sprecherin sagte, die Flüchtlinge stammten vermutlich aus Syrien. Griechenland ist ebenso wie Italien und Malta eines der Hauptzugangstore für Flüchtlinge auf dem Weg in die Europäische Union. Infolge des Bürgerkriegs in Syrien ist die Flüchtlingszahl jüngst deutlich angestiegen. Seit Jahresbeginn trafen nach Schätzungen der Vereinten Nationen bereits mehr als 30.000 Flüchtlinge aus Afrika allein in Italien und Malta ein.

Da der Landweg seit der stärkeren Sicherung der Landgrenze zwischen Griechenland und der Türkei schwerer passierbar ist, kommen die Flüchtlinge vermehrt auf dem gefährlichen Seeweg. Die EU-Einwanderungspolitik steht seit einer Flüchtlingstragödie vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa mit mehr als 350 Toten Anfang Oktober heftig in der Kritik. Die neue Tragödie zeige einmal mehr, dass es eine europäische Lösung für das Problem der Migration geben müsse, erklärte der griechische Regierungssprecher Simos Kedikoglou.

Quelle: ntv.de, AFP/rts/dpa

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