Politik

"Keinerlei Probleme" Gaddafi schwärmt von Obama

Obama habe sich von den "verrückten" US- Strategien der Vergangenheit verabschiedet, resümiert Libyens Revolutionsführer Gaddafi. "Ich kann sagen, dass es derzeit keinerlei Probleme zwischen Libyen und Amerika gibt", erklärt der Oberst weiter. Das Verhältnis sei sogar freundschaftlich.

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Gaddafi will Obama helfen, seine politischen Pläne in die Tat umzusetzen.

(Foto: dpa)

Der libysche Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi ist von US-Präsident Barack Obama und dessen außenpolitischen Vorstellungen begeistert. Bei einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des US-Luftangriffes in Tripolis vor 24 Jahren am Donnerstagabend sagte er: "Die Politik Obamas, so wie sie sich bislang darstellt, verdient es, dass man ihn unterstützt und dass man ihm dabei hilft, seine Pläne in die Tat umzusetzen." Obama habe den Frieden als strategisches Ziel gewählt und sich von den "verrückten" US- Strategien der Vergangenheit verabschiedet. "Ich kann sagen, dass es derzeit keinerlei Probleme zwischen Libyen und Amerika gibt", erklärte Oberst Gaddafi. Das Verhältnis sei sogar freundschaftlich.

Er riet der US-Regierung darüber hinaus, ihre Parteinahme für Israel im Nahostkonflikt zu beenden. Gaddafis Vorschlag zur Lösung des Nahostkonflikts ist nicht die vom Westen und den Palästinenser- Vertretern befürwortete Zwei-Staaten-Lösung, sondern die Gründung eines einzigen Staates für Araber und Juden auf dem Gebiet des historischen Palästinas.

US-Präsident Ronald Reagan hatte 1986 einen Luftangriff auf Libyen angeordnet - mit dem Ziel, Gaddafi zu töten. Der libysche Staatschef, der in dieser Zeit noch Terroristen unterstützte, überlebte jedoch, weil er in dieser Nacht nicht in seinem Haus, sondern in einem Zelt übernachtete. Neben vielen Zivilisten wurde damals auch Gaddafis 15 Monate alte Adoptivtochter Hana getötet. Sein Wandel vom Feind zum Partner Washingtons hat bereits in der Ära von Obamas Vorgänger George W. Bush begonnen.

Quelle: n-tv.de, dpa

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