Politik

Mangel an Geld und Treibstoff Gaddafi verliert Kontrolle

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Ein Rebellenkommando bei Misrata.

(Foto: REUTERS)

Die USA versuchen weiter, Libyens Machthaber Gaddafi zur Machtaufgabe zu bewegen. Parallel dazu verstärken sie den Druck und bekräftigen, Gaddafi habe längst nicht mehr das ganze Land im Griff. Zudem mangele es ihm zunehmend an Geld und Treibstoff.

Nach Einschätzung der US-Regierung verliert Libyens Machthaber Muammar el Gaddafi zunehmend die Kontrolle über sein Land. Alles deute darauf hin, dass sich die Situation in Libyen "gegen Oberst Gaddafi" entwickele, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, in Washington.

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Gaddafi-Unterstützer, fotografiert auf einer staatlich geführten Pressereise in El Asisija.

(Foto: REUTERS)

Er kontrolliere immer weniger Gebiete, während die Rebellen in vielen Gegenden auf dem Vormarsch seien. Der libysche Machthaber habe zudem immer weniger Treibstoff und Geld, sagte Carney.

Gaddafi selbst lehnte erneut einen Rücktritt ab. "Millionen Libyer sind auf meiner Seite", sagte Gaddafi in einer über Lautsprecher ausgestrahlten Rede in der Stadt El Asisija, 50 Kilometer südlich der Hauptstadt Tripolis.

"Wir sind bei uns zu Hause und wir werden bis zum letzten Blutstropfen kämpfen, um unsere Ehre, unser Öl und unseren Reichtum zu verteidigen." Der Krieg sei seinem Land "aufgezwungen" worden. Männer, Frauen und Kinder müssten nun mit allen Waffen kämpfen, um die Hochburgen der Rebllen in Bengasi, Misrata und den Nafusa-Bergen zu "befreien". Die libysche Armee werde die Städte von den "Verrätern und Söldnern der NATO" zurückerobern.

Die USA haben Gaddafi bereits mehrfach zum Rückzug aufgerufen. Am Wochenende waren US-Gesandte nach Angaben aus Regierungskreisen in Washington in Tunesien zu direkten Gesprächen mit Vertretern Gaddafis zusammengekommen.

Quelle: n-tv.de, AFP

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