Politik

USA noch nicht informiert Gesprächsofferte zu Atomstreit

Das Weiße Haus hat nach eigenen Angaben offiziell noch keine Kenntnis von der neuen Gesprächsbereitschaft Teherans im Atomstreit.

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Irans Präsident Ahmadinedschad ist verärgert über Sarkozys Seitenhieb.

(Foto: dpa)

"Wir haben die Berichte gesehen, aber von den Iranern selbst noch nichts Eindeutiges dazu gehört", sagte Präsidentensprecher Robert Gibbs in Washington. Doch sei es immer Hoffnung und Ziel der USA gewesen, dass Teheran "seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen und sein Atomwaffenprogramm aufgeben" werde, fügte Gibbs hinzu.

Der Sprecher des Weißen Hauses erinnerte an das für Mittwoch geplante Treffen bei Frankfurt am Main, bei dem die fünf UN-Vetomächte Großbritannien, Frankreich, USA, Russland und China sowie Deutschland über das weitere Vorgehen im Atomstreit sowie schärfere Sanktionen gegen Teheran beraten wollen. Einen Tag vor dem Treffen hatte der iranische Chefunterhändler Said Dschalili die Bereitschaft seines Landes zur Wiederaufnahme der Atomgespräche signalisiert.

Sarkozy ärgert Teheran

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatten sich heute in Berlin für härtere Sanktionen ausgesprochen, sollte der Iran keine Gesprächsbereitschaft signalisieren. In Teheran sorgte Sarkozys dabei geäußerte Schelte der iranischen Führung für Verärgerung. Die Äußerung, das iranische Volk verdiene Besseres als "die augenblicklichen politischen Führer", sei "völlig unannehmbar", sagte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums in Teheran. Gegenüber der Nachrichtenagentur Isna warf er Frankreich vor, "zunehmend extremistische Positionen" einzunehmen.

Quelle: ntv.de, AFP

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