Politik

Auszeichnung für Klimaaktivistin Greta Thunberg erhält Alternativen Nobelpreis

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Im Dezember soll Thunberg den Alternativen Nobelpreis in Stockholm erhalten.

(Foto: imago images/TT)

Große Ehre für Greta Thunberg: Für ihr Engagement wird die Klimaaktivistin in diesem Jahr mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Neben der Schwedin dürfen sich noch drei weitere Personen über die Auszeichnung freuen.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die die weltweite Bewegung "Fridays for Future" ins Leben gerufen hat, wird in diesem Jahr mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Die 16-Jährige habe "der politischen Forderung nach dringenden Klimaschutzmaßnahmen weltweit Gehör verschafft", teilte die in Stockholm ansässige Right-Livelihood-Stiftung mit.

Neben Thunberg erhalten den Preis die Menschenrechtsaktivistin Aminatu Haidar aus der Westsahara, die chinesische Frauenrechtlerin Guo Jianmei sowie der brasilianische Ureinwohner Davi Kopenawa und seine Vereinigung Hutukara Yanomami. "Mit den 40. Right Livelihood Awards ehren wir vier praktische Visionäre, deren Einsatz es Millionen von Menschen ermöglicht, ihre grundlegenden Rechte zu verteidigen und für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten zu kämpfen", erklärte Stiftungsdirektor Ole von Uexküll.

Thunberg ist auch für Friedensnobelpreis nominiert

Der gewöhnlich als Alternativer Nobelpreis bezeichnete Right Livelihood Award wird seit 1980 und damit in diesem Jahr zum 40. Mal verliehen. Der spendenfinanzierte Preis ehrt alljährlich Kämpfer für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden und steht in kritischer Distanz zu den traditionellen Nobelpreisen, deren Preisträger ab dem 7. Oktober in Stockholm und Oslo bekannt gegeben werden.

Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld in Höhe von jeweils einer Million schwedischen Kronen, rund 93.500 Euro, ist für die Arbeit der Geehrten bestimmt. Darüber hinaus wird den Preisträgern von der Stiftung langfristige Unterstützung für ihr Vorhaben und Hilfe in lebensbedrohlichen Situationen zugesichert. Die Auszeichnungen werden am 4. Dezember auf einer feierlichen Zeremonie in Stockholm vergeben.

Thunberg ist auch für den diesjährigen Friedensnobelpreis nominiert. Sollte er ihr verliehen werden, wäre sie die dritte Persönlichkeit, die sowohl mit dem Friedennobelpreis als auch mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wird. Zuvor erhielten die kenianische Umweltschützerin Wangari Maathai und der kongolesische Gynäkologe Denis Mukwege beide Auszeichnungen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP