Politik

Studenten wollen weitermachen Gründer des Hongkonger Protests geben auf

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Die Polizei ging zuletzt mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Proteste vor.

(Foto: dpa)

Die Demonstrationen in Hongkong werden kleiner, der Rückhalt schwindet. Umso brutaler ging zuletzt die Polizei gegen die Proteste vor. Die Anführer von "Occupy Central" wollen deshalb aufgeben und sich stellen. Am Ende ist die Bewegung damit aber noch nicht.

In Hongkong haben die Gründer der Demokratiebewegung ihren Rückzug verkündet und ihre Anhänger zur Beendigung der wochenlangen Proteste in der chinesischen Sonderverwaltungszone aufgerufen. Sie würden sich auf ihre "Kapitulation" vorbereiten, erklärte Benny Tai von der prodemokratischen "Occupy Central"-Bewegung. Am Mittwoch werde er sich mit den beiden anderen Mitbegründern der Bewegung der Polizei stellen. Der Juraprofessor rief zudem die Studenten auf, ihre Proteste zu beenden und stattdessen, "tiefe Wurzeln" in der Gesellschaft zu schlagen und ihre Bewegung zu verwandeln.

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Studentenanführer Wong ist nach dem brutalen Auftreten der Polizei in einen Hungerstreik getreten.

(Foto: REUTERS)

Studentenanführer Joshua Wong rief dagegen zu neuen Protesten auf. Die Demonstranten sollten sich erneut in der Innenstadt versammeln. Zugleich appellierte er an die Führung der chinesischen Sonderverwaltungszone, den Dialog mit den Studenten wieder aufzunehmen. Hongkongs Verwaltungschef Leung Chun Ying warnte allerdings die Studenten davor, zu den Barrikaden zurückzukehren und kündigte ein "entschlossenes Handeln" der Polizei an.

Die Erklärung folgte auf heftige Zusammenstöße am Sonntagabend und Montag, bei denen Dutzende Menschen verletzt wurden. Um die teilweise Blockade aufzulösen, ging die Polizei mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen Demonstranten vor. Es waren mit die schwersten Ausschreitungen seit Beginn der Proteste vor mehr als zwei Monaten.

"Dieser gefährliche Ort"

Tai erklärte, die Polizei sei "außer Kontrolle" und es sei Zeit, "diesen gefährlichen Ort" zu verlassen. Es bestehe die Gefahr, dass Demonstranten schwer verletzt werden könnten. Studentenanführer Wong hatte nach der Eskalation der Proteste angekündigt, in einen Hungerstreik zu treten, um eine Reform des Wahlrechts durchzusetzen.

Tai hatte "Occupy Central" Anfang 2013 zusammen mit Chan Kin Man und Chu Yiu Ming gegründet, um auf politische Reformen in der chinesischen Sonderverwaltungszone zu dringen. Zuletzt verloren die drei Aktivisten aber gegenüber radikalen Studenten zunehmend an Einfluss.

Die Demokratiebewegung fordert freie Wahlen in Hongkong. Die Zentralregierung in Peking will den Bürgern der früheren britischen Kronkolonie zwar 2017 erstmals erlauben, den Verwaltungschef zu wählen, aber zuvor die Kandidaten auswählen. Die monatelangen Proteste verloren in den vergangenen Wochen deutlich an Kraft und an Rückhalt in der Bevölkerung, die zunehmend genervt über die Blockade wichtiger Straßen in der Innenstadt ist. Wiederholte Verhandlungen mit der Führung in Hongkong brachten kein Ergebnis und auch die Regierung in Peking ist nicht zum Einlenken bereit.

Quelle: n-tv.de, mli/AFP/rts

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