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Rache für saudische Blockade Huthi-Rebellen feuern auf Saudi-Arabien

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Anhänger der Huthi-Rebellen präsentieren in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa ihre Waffen.

(Foto: REUTERS)

Aufgrund eines Raketenangriffs verhängt Saudi-Arabien Anfang November eine Blockade gegen den Jemen. Obwohl die inzwischen wieder gelockert ist, feuern die Huthi-Rebellen eine weitere Rakete ab - um dem verhassten Nachbarn "großen Schmerz" zuzufügen.

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben eine Rakete auf ein "militärisches Ziel" in Saudi-Arabien abgefeuert. In dem von ihnen kontrollierten Fernsehsender Al-Massira sprachen sie von einem erfolgreichen Raketenabschuss. Rebellenchef Abdul Malik al-Huthi zufolge handelte es sich um Vergeltung für die saudische Blockade. Im Sender Al-Massira sagte er, die Rebellen wüssten, welche Ziele Saudi-Arabien "großen Schmerz" bereiten würden und wie sie zu erreichen seien.

Am 4. November hatten die Huthi- Rebellen eine Rakete abgefeuert, die in der Nähe des Flughafens der saudischen Hauptstadt Riad abgefangen wurde. Einen Tag später verhängte das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis eine Blockade über alle jemenitischen Seehäfen, Flughäfen und Landübergänge. Von der Blockade waren auch die internationalen Hilfslieferungen für die Zivilbevölkerung im Jemen betroffen.

Inzwischen wurde die Blockade gelockert, am Samstag landeten erstmals wieder Flugzeuge mit Hilfsgütern und Helfern in der Hauptstadt Sanaa, am Sonntag erreichte ein Schiff mit 25.000 Tonnen Weizen den von Rebellen kontrollierten Hafen Saleef im Westen des Landes. Nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef benötigen mehr als elf Millionen Kinder im Jemen dringend Hilfe.

Bürgerkrieg seit 2014

Im Jemen kämpfen seit 2014 schiitische Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Militäreinheiten des gestürzten Staatschefs Ali Abdullah Saleh gegen Truppen des nach Saudi-Arabien geflohenen sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi. 2015 griff das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis zugunsten von Hadi in den Konflikt ein.

Beim jahrelangen Bombardement der von den Rebellen kontrollierten Hauptstadt Sanaa und anderen Städten wurden Tausende Zivilisten getötet. Der Krieg im Jemen hat laut UN die "schlimmste humanitäre Krise der Welt" ausgelöst. Sieben Millionen Menschen stehen demnach kurz vor einer Hungersnot.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP

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