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Erschießungen und Köpfungen IS hinterlässt Blutspur in Syrien

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IS-Milizionär im irakischen Mossul.

(Foto: REUTERS)

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im vergangenen halben Jahr allein in Syrien fast 2000 Menschen getötet. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind die meisten Opfer Zivilisten.

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben von Aktivisten innerhalb von sechs Monaten in Syrien fast 2000 Menschen hingerichtet. Bei der Mehrzahl der Opfer habe es sich um Zivilisten gehandelt, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Zudem seien hunderte Regierungssoldaten hingerichtet worden, aber auch 120 Kämpfer aus den eigenen Reihen, die desertieren wollten.

"Seit der Ausrufung ihres 'Kalifats' am 28. Juni bis zum 27.Dezember hat der Islamische Staat in Syrien 1878 Menschen in seiner Gewalt hingerichtet", erklärte die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle. Die Opfer seien erschossen, geköpft oder auch gesteinigt worden. Unter ihnen seien 1175 Zivilisten, darunter vier Kinder und acht Frauen.

Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein dichtes Netzwerk vor Ort, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite schwer zu überprüfen. Der IS hat selbst Videos veröffentlicht, die Enthauptungen und Steinigungen zeigen.

Die Terrormiliz hatte im Juni dieses Jahres eine Blitzoffensive gestartet und mit brutalen Mitteln weite Teile Syriens und des Iraks erobert. In den von ihnen kontrollierten Gebieten riefen die Dschihadisten ein länderübergreifendes "Kalifat" aus. Seit Beginn der Angriffe der US-geführten Koalition gegen den IS im August hat die Miliz an Boden verloren.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP/rts

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