Politik

Schäuble zu Waffenverbot Kontrolle per Fingerabdruck

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble will Waffenschränke und Pistolen mit Fingerabdruck sichern. Um Amokläufe wie in Winnenden zu verhindern, wolle er "Behältnisse mit biometrischen Sicherungen so abschließen lassen, dass nur noch Berechtigte an ihre Waffe herankommen", sagte Schäuble der "Rheinischen Post".

Außerdem gebe es "interessante technische Möglichkeiten", mit denen man Kurzwaffen so sichern kann, dass nur noch der Berechtigte selbst mit ihnen schießen kann. Bis zur nächsten Innenministerkonferenz Anfang Juni wolle er Ergebnisse haben. "Sollten wir dafür Gesetze ändern müssen, werden wir das noch in dieser Wahlperiode umsetzen", sagte Schäuble. Der CDU-Politiker ist darüber mit Ländern, Sportschützen und Jägern in "intensiven Gesprächen".

Nach dem Amoklauf von Winnenden, bei dem der 17-jährige Tim K. 15 Menschen und dann sich selbst erschossen hatte, war der Ruf nach schärferen Waffengesetzen laut geworden.

Verbot von Großkalibern?

Die Union will zudem Auflagen für den Schießsport prüfen. Es müsse darüber diskutieret werden, "ob die Vereine nicht auf das großkalibrige Schießen verzichten können", sagte der CDU-Innenexperte Reinhard Grindel der "Frankfurter Rundschau". Bei einem geplanten Treffen der Unions-Bundestagsfraktion mit Schützenvereinen und Jägern müsse daher auch über mögliche Beschränkungen für großkalibrige Schusswaffen gesprochen werden.

Grüne: Scharfe Waffen verbieten

Die Grünen forderten hingegen ein generelles Verbot scharfer Waffen im Schießsport. "Sportschützen können ihren Sport mit Luftgewehren oder anderen Waffen ausüben, die weniger gefährlich sind", sagte Parteichefin Claudia Roth der "Frankfurter Rundschau". Die Gesellschaft müsse auch nicht tolerieren, "dass Waffenfetischisten riesige private Waffenarsenale auftürmen. Deshalb sollte es ein Verbot von scharfen Schusswaffen für Sportschützen und Sammler geben."

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema