Politik

"Amalthea" nicht auf Konfrontationskurs Libyer lenken ein

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"Die "Amalthea" liegt im Hafen von Lavrio, rund 60 Kilometer südöstlich von Athen.

(Foto: AP)

Libyen wird ein Schiff mit Hilfsgütern für die Palästinenser im Gazastreifen nicht mehr direkt in das abgesperrte Gebiet schicken. Israel hatte mehrfach angekündigt, das Schiff zu stoppen.

Das Schiff "Amalthea" mit libyschen Hilfsgütern an Bord wird offenbar nicht versuchen, die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Das berichtet der israelische Rundfunk. Neues Ziel sei der ägyptische Hafen El Arisch. Demnach habe der israelische Außenminister Avigdor Lieberman Gespräche mit Moldawien und Griechenland geführt, woraufhin der Kapitän des Schiffes zugestimmt habe, rund 2000 Tonnen Medikamente und Nahrungsmittel für die Bevölkerung von Gaza über Ägypten an den Bestimmungsort zu bringen. Zunächst hatte ein Sprecher der libyschen Botschaft gesagt, das Schiff sei die unter lettischer Flagge fahrende "Hope".

Die Stiftung "Gaddafi International Charity and Development Foundation", geleitet von einem Sohn des libyschen Staatschefs Muammar al Gaddafi, hatte Spenden für die Hilfsgüter gesammelt und ein unter der Flagge Moldawiens fahrendes Schiff gesammelt. Es sollte von Griechenland aus erneut die israelische Blockade des Gazastreifens durchbrechen. Israel hatte jedoch mehrmals angekündigt, dass es das Schiff stoppen werde.

Am 31. Mai gab es an Bord des türkischen Schiffes "Mavi Marmara" neun Tote und zahlreiche Verletzte, als Israel das Blockade brechende Schiff auf hoher See stoppte und zum israelischen Hafen Aschdod brachte.

Quelle: ntv.de, Ulrich W. Sahm

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