Politik

"Kohle-Lobbyist als Wahlkampfhelfer" Linke kritisiert SPD-Personalie

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Ulrich Maurer, Fraktionsvize der Linken im Bundestag.

(Foto: picture alliance / dpa)

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück steht erneut in der Kritik - aus Richtung der Linken. Diesmal steht eine Personalie im Vordergrund. Mit Michael Donnermeyer soll offenbar ein Energie-Lobbyist Steinbrücks Wahlkampf leiten. Für die Linke ein klarer Fall von Klüngel.

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Michael Donnermeyer

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Die Linke hat den designierten SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück wegen seiner ersten Personalentscheidungen heftig angegriffen und ihm erneut zu große Nähe zur Industrie vorgeworfen. Nach einem Bericht der "Welt" soll unter anderem der ehemalige SPD-Pressesprecher Michael Donnermeyer die Wahlkampforganisation übernehmen. Linken-Fraktionsvize Ulrich Maurer sagte dazu n-tv.de: "Die Personalie Donnermeyer würde ins Bild passen. Viele haben ohnehin den Verdacht, dass der Clement-Freund Steinbrück ein gestörtes Verhältnis zur Energiewende hat. Jetzt nimmt er sich ausgerechnet einen Kohle-Lobbyisten als Wahlkampfchef."

Donnermeyer ist zurzeit Geschäftsführer des Informationszentrums Klima, das sich in Sachen unterirdischer Speicherung von Kohlendioxid als Sprachrohr großer Energiekonzerne wie RWE, Eon und Vattenfall versteht.

"Donnermeyer hat sich in den letzten Jahren vor allem damit beschäftigt, den Energieriesen die Kohle zu retten, und er wollte den Menschen weismachen, dass es gut ist, wenn bei ihnen Giftgas in die Erde gepumpt wird", so Maurer zu n-tv.de. Aus Kohlekraftwerken werde aber keine Zukunftstechnologie mehr – "und aus dem Millionär Steinbrück kein Robin Hood".

Quelle: n-tv.de, jmü

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