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"Durchbruch unwahrscheinlich" London: Russland plant wohl neue Offensive auf Wuhledar

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Nach Einschätzung des britischen Geheimdiensts steht der russische Generaloberst Muradow unter erheblichem Druck, Erfolge rund um die Stadt Wuhledar vorzuweisen. Er soll eine neue Offensive planen, um einen Durchbruch zu erzielen. Aussicht auf Erfolg hat das laut den Briten jedoch nicht.

Trotz verlustreicher Rückschläge beim Vorrücken auf die ostukrainische Kleinstadt Wuhledar bereitet sich Russland wohl auf einen neuen Angriff vor. Das geht aus dem täglichen Geheimdienst-Update zum Ukraine-Krieg des britischen Verteidigungsministeriums hervor. Demnach steht der für die östliche Gruppe der russischen Streitkräfte zuständige Generaloberst Rustam Muradow unter erheblichem Druck, bei Wuhledar Erfolge vorzuweisen. "Es ist aber unwahrscheinlich, dass Muradow über die Schlagkraft verfügt, um einen Durchbruch zu erzielen", so die Einschätzung der Briten weiter.

Auch in der weiter nördlich gelegenen Stadt Bachmut tobten in den vergangenen 48 Stunden heftige Kämpfe. Den ukrainischen Verteidigern der zunehmend von russischen Truppen eingekreisten Stadt gelinge es aber, Nachschubrouten offenzuhalten, hieß es in der Mitteilung.

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Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben in den vergangenen 24 Stunden 90 russische Angriffe an der Front im Nordosten und Osten abgewehrt. Russische Truppen hätten in der Nähe von Kupiansk in der Region Charkiw und um Lyman, Bachmut, Adwijika und Schachtarsk in der Region Donezk angegriffen, teilt das Militär am Morgen mit. Dabei setze Russland viele Soldaten ein und versuche ohne Rücksicht auf eigene Verluste ukrainische Stellungen zu schwächen.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs vor einem Jahr unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Updates zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor.

Quelle: ntv.de, vmi/dpa/rts

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