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"Ein wichtiges Signal" Maas freut sich über viele Pegida-Gegner

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In der Dresdner Innenstadt kam es am Abend zu Krawallen.

REUTERS

In Dresden entladen sich Aggressionen - es gibt Ausschreitungen mit einem Schwerverletzten. Bachmann macht Stimmung gegen Flüchtlinge, und Merkel wird auf einem Plakat als Nazi dargestellt. Trotzdem ist der Justizminister erleichtert.

Zehntausende Anhänger und Gegner von Pegida sind zum Jahrestag der fremdenfeindlichen Bewegung in Dresden aufeinandergetroffen. Über fast drei Stunden wandten sich Redner auf der Pegida-Kundgebung am Montagabend vor der Semperoper gegen Asylbewerber und demokratische Parteien.

Der Gegenprotest gegen Pegida war deutlich größer, als erwartet worden war. Bundesjustizminister Heiko Maas war darüber erleichert. "Deutschland ist bunter als die Schwarzmaler von Pegida uns vormachen wollen", sagte der SPD-Politiker. Die Straße dürfe nicht den Hetzern von Pegida überlassen werden, sagte Maas. Es sei ein wichtiges Signal, dass so viele Menschen für Weltoffenheit und Demokratie auf die Straße gegangen sind, fügte er an. "Sie setzen ein klares Zeichen."

Vizekanzler Sigmar Gabriel verurteilte die Pegida-Bewegung mit deutlichen Worten: "Pegida ist eine rechtspopulistische und in Teilen offen rechtsradikale Empörungsbewegung geworden", sagte der SPD-Chef der "Süddeutschen Zeitung". "Die Protagonisten stellen inzwischen sogar die Grundlagen der Demokratie infrage, indem sie diese Demokratie mit den Kampfbegriffen der NSDAP in der Weimarer Republik als "Altparteien-Demokratie" und die Parlamente als "Quasselbude von Volksverrätern" umzudeuten versuchen und die Medien als "Lügenpresse" denunzieren."

"Den Anstand verloren"

*Datenschutz

Bundesinnenminister Thomas de Maizière schrieb in einem Gastbeitrag in der "Bild": "Der Hass gegenüber Flüchtlingen, der Hass gegen verantwortliche Politiker, der Hass gegen Andersdenkende hat im Internet und auf der Straße ein unerträgliches Maß erreicht. Einige haben in unserer Gesellschaft den gegenseitigen Respekt und den Anstand verloren. Grundwerte, die altmodisch klingen, aber unverzichtbar sind, wenn eine Gesellschaft zusammen halten soll."

Die 15.000 bis 20.000 Pegida-Anhänger waren laut Schätzungen der Studentengruppe "Durchgezählt" umgeben von fast genauso vielen Gegendemonstranten.  Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann und andere Redner machten mit teils äußerst aggressiven Äußerungen Stimmung gegen den Zuzug von Flüchtlingen. Ein Demonstrant hatte ein Plakat mit einer Fotomontage von Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer nazi-ähnlichen Militäruniform.

Unter dem Motto "Herz statt Hetze" hatte ein breites Bündnis dazu aufgerufen, sich gegen Fremdenhass zu stellen. Die Gegendemonstranten waren sternförmig von verschiedenen Richtungen in die Altstadt gezogen.

Die angespannte Situation entlud sich in Ausschreitungen Mehrfach trafen gewaltbereite Pegida-Anhänger und Gegner aufeinander. Ein Mann wurde auf dem Weg zur Pegida-Kundgebung angegriffen und schwer verletzt. Wie es dazu kam, ist noch unklar. Polizisten wurden mehrfach gezielt angegriffen, sowohl mit Böllern von Pegida-Anhängern, als auch von Gegendemonstranten.

Drei Menschen sind laut Polizei in Gewahrsam genommen worden. Sie müssen sich wegen Körperverletzung und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz verantworten. Rund 1900 Beamten waren im Einsatz.

Quelle: n-tv.de, hul/rts/dpa

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