Politik

Statt Steuerfreibetrag und Hilfen Maas will 400 Euro pro Kind

Im Kampf gegen Kinderarmut will der saarländische SPD-Landeschef Heiko Maas das Wirrwarr von Staatshilfen für Familien bündeln und jedem Kind einheitlich eine Grundsicherung von 400 Euro zahlen. "Die Kindergrundsicherung brächte alle Kinder raus aus Hartz IV", schrieb Maas in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". Jedes Kind müsse dem Staat gleich viel wert sein, betonte er. "Unabhängig davon, ob die Eltern reich oder arm, verheiratet, zusammenlebend oder getrennt sind."

Mass schrieb weiter: "Das heutige Wirrwarr aus Zuschüssen, Steuerfreibeträgen, Kinderzuschlägen und Sozialgeldern muss durch eine einfache, gerechte Regelung ersetzt werden." Dies wäre aus seiner Sicht eine einkommensunabhängige Kindergrundsicherung.
Finanziert werden könnte dieses Familienförderprogramm nach seiner Ansicht durch eine Abschaffung des Ehegattensplittings und von Steuerfreibeträgen, sowie von dann nicht mehr notwendigen zusätzlichen staatlichen Leistungen.

"Insbesondere Arbeiter- und Angestelltenfamilien stünden mit der Kindergrundsicherung unter dem Strich finanziell besser da als bisher - und die Kinder sowieso." Die Ungerechtigkeiten gegenüber Kindern aus ärmeren Verhältnissen oder mit alleinerziehendem Elternteil müssten aufhören, "wenn wir wirklich etwas für die Zukunft unserer Kinder tun wollen", meinte Maas.

Die SPD hat für Montag in Berlin zu einer Konferenz zum Thema wachsende Kinderarmut eingeladen. Auf dem Programm steht unter anderem eine Grundsatzrede von Parteichef Kurt Beck.

Quelle: ntv.de

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