Politik

Angeblich vier Anschläge Magdeburger unter Terrorverdacht

Generalbundesanwalt Kay Nehm hat drei Magdeburger wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angeklagt. Die 22 bis 24 Jahre alten Männer sollen für das "kommando freilassung aller politischen gefangenen" vier Brandanschläge verübt haben.

Einer der drei Beschuldigten sei der Rädelsführer der linksextremistischen Gruppe gewesen, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit.

Die Bande wird verantwortlich gemacht für Anschläge auf das Gebäude des Landeskriminalamts Sachsen-Anhalt sowie auf fünf Fahrzeuge der Telekom, des Bundesgrenzschutzes und der DaimlerChrysler-Niederlassung Magdeburg. Insgesamt entstand ein Sachschaden von mehr als 180.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Die terroristische Vereinigung verfolgte nach Ermittlerangaben das Ziel, "militante Politik in den Köpfen der Bevölkerung zu verankern" und zusammen mit anderen militanten Gruppen einen gewaltsamen Umsturz herbeizuführen. Im November 2002 waren zwei der drei Tatverdächtigen verhaftet worden. Der dritte kam im April 2003 in Untersuchungshaft.

Nach Angaben Nehms hatte die Gruppe in der seit Anfang 2000 in Magdeburg bestehenden Organisation "Autonomer Zusammenschluss (AZ)" ihren Ursprung. Sie trat auch unter den Bezeichnungen "kommando globaler widerstand und revolutionäre aktion carlo giuliani" auf.

Quelle: ntv.de