Politik

Unfreiwillige Winterpause Main-Donau-Kanal vereist

Nach nächtlichem Blitzeis und Schneeglätte in Teilen Deutschlands bringt Hoch "Alf" in dieser Woche trübes und nasskaltes Wetter nach Deutschland. Noch aber hat die Kälte einige Teile Deutschland fest im Griff. Erstmals seit fünf Jahren ist als Folge der extremen Kälte der Schiffsverkehr auf dem Main-Donau-Kanal in Bayern vollständig eingestellt worden. Das Wasser-und Schifffahrtsamt Nürnberg ordnete am Montag die Sperrung des Kanals unterhalb von Bamberg auf einer Länge von über 130 Kilometer an.

Behördenleiter Burghard Knuth erklärte, nach dem Einsatz von Eisbrechern gebe es Eisschollen mit einer Dicke bis zu 1,20 Meter. Solange sich die Wetterlage nicht ändere, sei eine Aufhebung der Sperre nicht absehbar. Im Winter 1996/97 war der Schiffsverkehr für 44 Tage zum Erliegen gekommen.

20 Schiffe liegen an Anlegestellen fest und können ihre Fahrt nicht fortsetzen. Auch der Schleusenbetrieb ist kaum noch möglich.

In der Nacht und am Morgen hatten spiegelglatte Straßen sich in weiten Teilen Deutschlands zu Chaos geführt. Vereinzelt wurden Autobahnen gesperrt. Allein in Nordrhein-Westfalen registrierte die Polizei 1.700 Unfälle, über 120 Verletzte und einen Gesamt-Sachschaden von rund 3,1 Mio.Euro. Stark betroffen waren auch Niedersachsen, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Im Lauf des Tages entspannte sich die Lage jedoch, auch wenn am Dienstag Autofahrer örtlich noch mit Glättegefahr rechnen müssen. So schlimm wie am Sonntag und Montagmorgen dürfte es aber nicht mehr kommen. Für Dienstag wird noch vereinzelt Nieselregen oder Schneegriesel erwartet. Mittwoch und Donnerstag sollen weitgehend niederschlagsfrei bleiben.

Quelle: ntv.de