Politik
Noch immer werden zahlreiche Verletzte in Krankenhäusern behandelt.
Noch immer werden zahlreiche Verletzte in Krankenhäusern behandelt.(Foto: AP)
Dienstag, 16. April 2013

"Heimtückischer Angriff" in Boston: Merkel äußert sich empört

Weltweit löst der Anschlag in Boston Abscheu aus. Die Bundesregierung äußert sich "zutiefst schockiert". Bundeskanzlerin Merkel äußert die Hoffnung, dass die Schuldigen bald zur Rechenschaft gezogen würden.

Merkel übermittelt den Angehörigen ihr Mitgefühl.
Merkel übermittelt den Angehörigen ihr Mitgefühl.(Foto: AP)

Die Anschläge beim Marathon in Boston haben weltweit Empörung hervorgerufen. So drückte etwa die Bundesregierung den Opfern und deren Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Bundeskanzlerin Merkel übermittelte den vielen Verletzten gute Wünsche. Zugleich erklärte sie: "Nichts rechtfertigt einen so heimtückischen Angriff auf Menschen, die sich zu einer friedlichen Sportveranstaltung zusammengefunden hatten". Sie hoffe, dass der oder die Schuldigen bald zur Rechenschaft gezogen werden könnten.

Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle äußerte sich "zutiefst schockiert" über die Explosionen mit drei Toten und mehr als hundert Verletzten. "Was nichts anderes als ein traditionsreiches, fröhliches Sportereignis für zehntausende Läufer und hunderttausende Zuschauer aus Boston und aller Welt sein sollte, ist zu einer Tragödie geworden", erklärte Westerwelle.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte ebenfalls die Bombenanschläge. "Diese sinnlose Gewalt ist umso schrecklicher, weil sie bei einem Ereignis stattgefunden hat, das dafür bekannt ist, Menschen aus aller Welt in Fairness und Harmonie zusammenzubringen", sagte Ban in New York. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer und bei allen Menschen in Boston. "Den Verwundeten wünsche ich eine rasche Genesung." Sobald mehr Details bekannt seien, wolle er sich ausgiebiger äußern.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen zeigte sich entsetzt über den Bombenanschlag. "Ich bin tief schockiert von den Explosionen beim Boston-Marathon", erklärte Rasmussen in Brüssel. Er sprach den Familien und Freunden der Todesopfer sein Mitgefühl aus und wünschte den Verletzten eine vollständige Genesung. "Meine Gedanken sind bei den Menschen in Boston und in den gesamten USA", erklärte der Nato-Generalsekretär weiter.

Aufruf zur Wachsamkeit

Ähnlich äußerte sich der britische Premierminister David Cameron. "Die Bilder aus Boston sind schockierend und entsetzlich." Seine Gedanken seien bei allen Betroffenen, so der Premier weiter.

Der französische Innenminister  Manuel Valls rief zu erhöhter Wachsamkeit auf. Valls habe angeordnet, dass die Sicherheitskräfte "ohne Verzögerung" die Zahl ihrer Patrouillen erhöhten, teilte das Ministerium mit. Der Schwerpunkt solle dabei weiterhin auf der  Umgebung öffentlicher Gebäude liegen.  Alle Franzosen sollten nun "ihre Geduld und ihren Bürgersinn" unter Beweis stellen.

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Quelle: n-tv.de

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