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Gespräche vor Klimagipfel Merkel und Macron loben Chinas Klimaziel

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In China wird noch in großem Stil Kohle verfeuert.

(Foto: picture alliance/dpa/MAXPPP)

Als eine der ersten Amtshandlungen hat US-Präsident Biden sein Land zurück ins Pariser Klimaschutzabkommen geführt. In der kommenden Woche lädt er nun zu einem Klimagipfel. In Vorbereitung auf das Treffen erneuert China als einer der größten CO2-Emittenten seine Ziele.

In die diplomatischen Bemühungen zum Klimaschutz kommt neuer Schwung. Nach einer Videokonferenz mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping äußerte sich Kanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron positiv über die chinesischen Klimaziele. Das Land habe bekräftigt, noch vor 2060 CO2-neutral zu werden. Weitere Themen des Austauschs seien unter anderen die Corona-Pandemie, die globale Impfstoffversorgung, Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung gewesen.

Die Beratungen erfolgten eine Woche vor dem virtuellen Klimagipfel, zu dem der neue US-Präsident Joe Biden am kommenden Donnerstag und Freitag eingeladen hat. Der US-Präsident hofft auf neue Zusagen zum Klimaschutz auf dem zweitägigen Gipfel, zu dem rund 40 Staats- und Regierungschefs eingeladen sind. Die USA und China sind die größten Kohlendioxidproduzenten, so dass es besonders auf ihre Bemühungen ankommt.

Merkel und Macron unterstützen auch den Ansatz Chinas, Einsparziele bei den Treibhausgasemissionen kurzfristig anzupassen. Darüber hinaus warben beide Regierungschefs für zusätzliche gemeinsame Anstrengungen zum Schutz der Biodiversität bei der für Oktober geplanten 15. Vertragsstaatenkonferenz zur Biodiversitätskonvention in der chinesischen Stadt Kunming.

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China müsste einer Studie zufolge noch in diesem Jahrzehnt einen großen Teil seiner Kohlekraftwerke abschalten und durch Wind- und Solar-Energie ersetzen, um seine Versprechen beim Klimaschutz einhalten zu können. Die Kohlendioxid-Intensität seiner Energieerzeugung müsste dafür bis 2030 halbiert werden, ermittelte die in London ansässige Forschungsgruppe Transitionzero. Der Umstieg auf saubere Alternativen werde aber langfristig Kosten in Höhe von umgerechnet 1,6 Billionen US-Dollar einsparen, schrieben die Autoren.

Mit dem Pariser Abkommen hatten sich die knapp 200 Vertragsstaaten darauf geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, wenn möglich sogar auf 1,5 Grad. Schon jetzt hat sich Erde aber schon im Vergleich zur vorindustriellen Zeit (1850-1900) um gut ein Grad erwärmt. Man sei auf dem Weg zu einer katastrophalen Erwärmung um drei bis fünf Grad in diesem Jahrhundert, hatte UN-Generalsekretär António Guterres jüngst gewarnt.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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