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Stern-RTL-Wahltrend Merkel und Union sacken auf Tiefstand

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Angela Merkel im Wahlkampf das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie in Greifswald.

(Foto: dpa)

So mies sah es für die Union und Angela Merkel im Stern-RTL-Wahltrend seit der Wahl 2013 noch nie aus: Sowohl die Partei als auch die Kanzlerin selbst sind an einem Sympathie-Tiefpunkt angelangt.

Die Diskussionen um ein Burkaverbot und andere Maßnahmen zur Verbesserung der Inneren Sicherheit haben der Union nicht gut getan. Im neuen Stern-RTL-Wahltrend geht es für CDU und CSU um zwei Prozentpunkte bergab. Nur noch 33 Prozent würden ihr Kreuz bei der Union machen, wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären. Schlechter stand die Union seit der Bundestagswahl 2013 nicht da.

Profitieren kann dagegen die AfD. Die Partei gewinnt zwei Prozentpunkte dazu und landet bei 12 Prozent. Ohne Veränderung sind die Werte der übrigen Parteien: Die SPD verharrt bei 22, die Grünen bei 12, die Linke bei 9 und die FDP bei 6 Prozent.

Weiter steil bergab geht es auch für Kanzlerin Angela Merkel. Nur noch 41 Prozent würde sie im Fall einer Direktwahl auswählen, 17 Prozent wären für SPD-Chef Sigmar Gabriel. 42 Prozent können sich mit keinem der beiden anfreunden. Die Diskussion über eine vierte Amtszeit Merkels hatte zum Zeitpunkt der Befragung noch nicht wieder an Fahrt aufgenommen und hatte daher keinen Einfluss.

Über die Hälfte vertrauen keiner Partei

Bemerkenswert dennoch: Seit der Amtszeit 2013 hatte Merkel einerseits noch nie einen solch niedrigen Zustimmungswert. Andererseits liegt sie laut dem Meinungsforschungsinstitut Forsa, das den Stern-RTL-Wahltrend erhebt, noch immer deutlich über dem Sympathiewert, den Altkanzler Helmut Kohl innerhalb seiner 16-jährigen Amtszeit meist hatte.

Keine Veränderung gibt es dagegen bei der Frage, wem die Befragten die Lösung der Probleme des Landes am ehesten zutrauen: Noch immer schreiben nur 9 Prozent der SPD diese Kompetenz zu, lediglich 25 Prozent der Union. 10 Prozent nennen eine andere Partei, über die Hälfte, ganze 56 Prozent, vertrauen in keine der Parteien.

Für den Stern-RTL-Wahltrend befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 22. bis zum 26. August 2503 Personen. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Punkten.

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Quelle: n-tv.de, jog

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