Politik

Schauspiel der Natur Mondfinsternis über Deutschland

Ein meist klarer Himmel hat am Abend vielen Menschen in Deutschland den Blick auf ein in diesem Jahr einmaliges Naturschauspiel ermöglicht – eine totale Mondfinsternis. Sie war unter anderen in den Städten München, Frankfurt am Main und Hamburg deutlich zu sehen.

Der Kernschatten der Erde zog von unten her langsam über den Mond und verfinsterte ihn zusehends. Gegen 21 Uhr war der vollständig vom Schatten überlagerte Erdtrabant nur noch als eine schwach schimmernde Scheibe zu erkennen.

Diese totale Verdunkelung sollte eine Stunde andauern. Dabei erschien der Mond in einem kupferfarbenen Licht. Grund dafür ist die Brechung der roten Farbanteile des Sonnenlichts in der Erdatmosphäre so dass der Mond weiterhin bestrahlt wird.

Im Iran verfolgten Zehntausende bei kaltem Winterwetter die Finsternis, im Oman zog es Tausende zur Beobachtung an den Meeresstrand und auch in Ägypten hatten die Bewunderer freien Blick. Im islamischen Kulturkreis hat der Mond eine herausragende Rolle. An ihm orientiert sich der Kalender, außerdem ist der Halbmond ein Sinnbild des Iran.

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn sich die Erde zwischen Mond und Sonne befindet. Schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne, kommt es zu einer Sonnenfinsternis. Beide Naturschauspiele treten in Zyklen auf. Mit Hilfe der sogenannten Saros-Periode lassen sich die Finsternisse auf den Tag genau vorausberechnen.

Schwieriger ist es dann jedoch, Sichtbarkeitsbereich und exakten Zeitpunkt zu bestimmen. Dazu müssen astronomische Tafeln erstellt werden. Einer der ersten Theoretiker der Mond- und Sonnenbewegung war der Schweizer Mathematiker und Astronom Leonhard Euler.

Wer die Mondfinsternis verpaßt hat, braucht etwas Geduld. Die nächste von Mitteleuropa aus sichtbare totale Mondfinsternis findet am 16. Mai 2003 statt.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.