Politik

Neuer Prozess gegen Ex-Präsident Mubarak muss wieder vor Gericht

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Seit seiner Verurteilung hat sich der Gesundheitszustand Mubaraks offenbar drastisch verschlechtert. Der langjährige Präsident soll unter schwerer Depression, hohem Blutdruck und Atembeschwerden leiden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Prozess gegen Husni Mubarak soll neu aufgerollt werden. Ägyptens gestürzter Präsident war zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Gegen den Richterspruch hatte es Beschwerden gegeben. Mubaraks Gegner hoffen nun auf die Todesstrafe.

Ein ägyptisches Gericht hat ein Berufungsverfahren gegen die lebenslängliche Haftstrafe des gestürzten Ex-Präsidenten Husni Mubarak zugelassen. Der Prozess müsse neu aufgerollt werden, teilte das Gericht mit. Die Entscheidung betrifft auch den früheren Innenminister Habib al-Adli, seine Söhne Alaa und Gamal sowie sechs weitere Helfer des früheren Machthabers.

Der im Arabischen Frühling gestürzte Mubarak war im vergangen Jahr von einem Strafgericht für den Tod von 800 Demonstranten für schuldig befunden worden, die während des Aufstands gegen ihn von Sicherheitskräften getötet wurden. Dafür bekamen der 84-Jährige und Al-Adli im Juni vergangenen Jahres lebenslänglich. Beide legten Einspruch gegen den Richterspruch ein, dem nun stattgegeben wurde.

Beschwerden hatte es von beiden Seiten gegeben. Viele Gegner des Langzeitpräsidenten hoffen auf die Todesstrafe, Mubarak und Al-Adli setzen auf einen Freispruch.

Der 84 Jahre alte Mubarak wird nach einem Sturz im Gefängnis derzeit in einem Krankenhaus medizinisch behandelt. Erst Mitte Dezember stürzte er und brach sich mehrere Rippen.

Quelle: n-tv.de, dpa/rts

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