Politik

PDS Neue Parteiführung will mit SPD zusammenarbeiten

Die PDS hat auf dem Parteitag in Cottbus ihre Linie bis 2002 festgelegt. Mittelfristig strebe die PDS ein Mitte-Links-Bündnis mit der SPD an, erklärte die neue Parteivorsitzende Gabriele Zimmer zum Abschluss des Bundesparteitags. Zuvor hatten die etwa 400 Delegierten einem entsprechenden Leitantrag der neuen Parteiführung angenommen.

In dem Beschluss bietet die PDS den Sozialdemokraten die Zusammenarbeit an mit dem Ziel, die soziale und wirtschaftliche Lage in Deutschland grundlegend zu ändern.

Bundestagsfraktionschef Roland Claus hatte bei den Delegierten um Unterstützung für den Kurs der Parteispitze geworben. Ohne die SPD und die Gewerkschaften werde es soziale und demokratische Verbesserungen in Deutschland und Europa nicht geben, so Claus.

Für die Bundestagswahl 2002 strebt die PDS nach eigenen Angaben bundesweit sechs Prozent und mindestens drei Direktmandate an. In Ostdeutschland will sie mindestens 25 Prozent erreichen und um den zweiten Platz im Parteiensystem erringen.

Am frühen Nachmittag hatte sich die mit deutlicher Mehrheit gewählte neue Parteivorsitzende Zimmer auch mit ihren Kandidatenvorschlägen für den neuen Vorstand durchgesetzt.

Der Parteitag in Cottbus wählte am Sonntag den in der PDS umstrittenen stellvertretenden Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Helmut Holter, mit 60,4 Prozent in den Vorstand. Gewählt wurde ebenfalls die Fraktionsvorsitzende von Sachsen-Anhalt, Petra Sitte.

Zuvor wählten die Delegierten Sahra Wagenknecht mit 61,6 Prozent der Stimmen in den Vorstand. Die 31-Jährige gilt als Wortführerin der ultralinken innerparteilichen Oppositionsgruppe Kommunistische Plattform.

Zimmer war am Samstag mit über 93,2 Prozent der Stimmen zur neuen Parteivorsitzenden gewählt worden. Zu Stellvertretern Zimmers wurden erwartungsgemäß der bisherige Amtsinhaber Diether Dehm und die Landesvorsitzenden von Berlin und Sachsen, Petra Pau und Peter Porsch, gewählt.

Quelle: n-tv.de