Politik

Im Tausch gegen Nahrung Nordkorea setzt Urananreicherung aus

Bisher war Nordkorea kein Preis zu hoch, um seine nuklearen Ambitionen auszuleben. Das eigene Volk hungert ganz offensichtlich. Um 240.000 Tonnen US-Nahrungsmittelhilfe zu bekommen, sind die Machthaber in Pjöngjang nun aber offenbar zu Zugeständnissen bereit.

Nordkorea will nach Medieninformationen seine Produktion von schwach angereichertem Uran aussetzen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap und die Zeitung "Chosun Ilbo" unter Berufung auf Diplomaten berichteten, erklärte sich Washington im Gegenzug bereit, Nordkorea mit bis zu 240.000 Tonnen Nahrungsmittelhilfe zu unterstützen. Die Aussetzung des Programms zur Urananreicherung ist eine der Hauptforderungen der USA für die Wiederaufnahme von Abrüstungsgesprächen.

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Diktator Kim Jong Il bei einem Besuch im Music-Center in Pjöngjang.

(Foto: dpa)

Die Einigung wurde den Berichten zufolge während eines Treffens des US-Sondergesandten für Menschenrechte in Nordkorea, Robert King, und dem Beauftragten für nordamerikanische Angelegenheiten im nordkoreanischen Außenministerium, Ri Gun, erzielt. Das Treffen fand am Donnerstag und Freitag in Peking statt.

In den vergangenen Monaten waren die Bemühungen über eine Wiederaufnahme der internationalen Gespräche über das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm verstärkt worden. Nordkorea hatte die Gespräche mit den USA, Südkorea, Russland, Japan und China im April 2009 offiziell abgebrochen. Einen Monat später testete Pjöngjang nach eigenen Angaben eine Atombombe, das zweite Mal nach einem Test im Jahr 2006. bisher nur ohne Vorbedingungen wieder aufnehmen.

Quelle: ntv.de, AFP

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