Politik

Militärhilfe für Uganda Obama entsendet Soldaten

Ein US-Soldat ist in der afghanischen Provinz Helmand in ein Gefecht verwickelt.

US-Soldaten sollen nun auch nach Uganda.

(Foto: AP)

100 US-Soldaten werden künftig in Uganda ihren Dienst tun. Trotz "Gefechtsausrüstung" sollen sie dort aber nicht selber kämpfen, sondern das ugandische Militär beraten. Allerdings, so heißt es, sind auch Einsätze in anderen afrikanischen Staaten möglich.

US-Präsident Barack Obama schickt rund 100 US-Soldaten zur Unterstützung des ugandischen Militärs in das ostafrikanische Land. Die Sparpolitik krempelt Rüstung um sollten die ugandische Armee bei ihrem Kampf gegen die "Widerstandsarmee des Herrn" ("Lord's Resistance Army", LRA) unterstützen, erklärte Obama in einem Brief an den Kongress. Eine kleine Gruppe von Soldaten sei bereits am Mittwoch entsandt worden, bis Ende Oktober sollten weitere folgen.

20137901.jpg

Schon jetzt sind Zehntausende US-Soldaten im Ausland stationiert.

(Foto: picture alliance / dpa)

Trotz "Gefechtsausrüstung" sollen die US-Soldaten den Angaben zufolge nicht selber kämpfen, sondern das ugandische Militär lediglich beraten und unterstützen. Möglich seien auch Einsätze im Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik und in der Demokratischen Republik Kongo.

Die LRA gilt als eine der brutalsten Rebellengruppen der Welt. Sie trat zuerst Ende der 80er Jahre im Norden Ugandas in Erscheinung und ist heute vor allem in Zentralafrika und im Nordosten des Kongo aktiv. Ihr flüchtiger Anführer Joseph Kony wird vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht. Nach einem Waffenstillstand 2006 ist aus der LRA nach Einschätzung von Experten zunehmend eine Truppe von Söldnern und Banditen geworden.

 

Quelle: n-tv.de, AFP

Mehr zum Thema